Wurm: Homophobie hat keinen Platz in der Politik

Entsetzen über Entgleisungen des Büroleiters von BZÖ-Stadler

Mit Entsetzen haben SPÖ-Gleichstellungssprecherin Gisela Wurm, SPÖ-Justizsprecher Hannes Jarolim und der Vorsitzende der SoHo (Sozialdemokratische Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender und Intersexuellen Organisation) Peter Traschkowitsch die homophoben Aussagen von Martin Stiglmayr, Büroleiter von Ewald Stadler (BZÖ), in der Onlineausgabe des Profils gelesen: "Homophobie hat keinen Platz in der Politik. Stiglmayr und Stadler müssen zurücktreten."

Stiglmayr wird unter anderem mit dieser Aussage zitiert: "Sie leben in einem Land, das ihnen die Freiheit gibt, diese naturwidrigen Gelüste, diese Abnormalität auch leben zu können." Auch verharmlosende und zynische Vergleiche mit dem Holocaust scheut der Büroleiter Stadlers nicht: "Schon vor 70 Jahren hat es solche Dinge gegeben, und alle haben zugeschaut. Keiner hat sich zur Wehr gesetzt." Stiglmayr selbst fällt durch Mitgliedschaften in tiefreaktionären und frauenfeindlichen Vereinen auf. "Das ist nicht das erste Mal, dass Stadler und sein Umfeld durch menschenverachtende Aussagen auffallen. Irgendwann ist das Maß der Unerträglichkeit bei Weitem überschritten", sagte Jarolim.

Statt Hetze und Diskriminierung brauche es eine vollständige Gleichstellung wie Wurm betonte: "Wir unterstützen alle Familien, das heißt auch Regenbogenfamilien. Wir wollen, dass alle mit gleichen Rechten und ohne Ängste in diesem Land leben können." Für den Vorsitzenden der SoHo, Traschkowitsch, kommt nur ein Rücktritt Stadlers in Frage: "Da kann er seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gleich mitnehmen. Ich empfehle Nachhilfeunterricht bei einer NGO, die sich mit den vielfältigen Diskriminierungen gegen LGBTI-Personen befasst. Dann lernt er vielleicht einmal die wahren Lebensrealitäten kennen."