Heinisch-Hosek: Ausbau-Offensive bei der Kinderbetreuung zeigt Wirkung

Verbesserungsbedarf bei Schließtagen und der Betreuung der Kleinsten dennoch groß

"Heute haben 21.400 Unter-Dreijährige mehr als noch vor fünf Jahren einen Betreuungsplatz, das ist eine wirklich erfreuliche Zahl. Denn gerade bei dieser Gruppe haben wir noch großen Aufholbedarf. Das Barcelona-Ziel liegt bei einer Betreuungsquote von 33 Prozent, wir schaffen gerade einmal 21 Prozent. Hier werden wir weiterhin aufs Gas steigen", so Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek in einer ersten Reaktion auf die heute präsentierte Kindertagsheimstatistik der Statistik Austria.

"Auch bei den Schließtagen gibt es noch Verbesserungsbedarf. Wien ist hier Vorreiterin, mit nur vier Schließtagen pro Jahr. Diesen Standard wünsche ich mir für alle Bundesländer, vom Bodensee bis zum Neusiedlersee", so Heinisch-Hosek. Der Österreich-Durchschnitt liegt bei 28 Schließtagen pro Jahr, 17 davon im Sommer. "Das ist für viele Eltern ein großes Problem. Gerade im Sommer müssen sie oft zusätzliche Betreuungsangebote zukaufen, das ist oft mit beträchtlichen Kosten verbunden", so Heinisch-Hosek.

Gerade deshalb sei der Beschluss der Bundesregierung, in den kommenden vier Jahren jeweils 100 Millionen Euro in den weiteren Ausbau der Kinderbetreuung zu investieren, goldrichtig. "Schon heuer investieren wir 50 Millionen Euro im Zuge des Konjunkturpakets. Wir wollen einerseits mehr Plätze für die Kleinsten schaffen, andererseits die Qualität der Betreuung verbessern. Längere Öffnungszeiten, weniger Schließtage und hohe Betreuungsstandards in allen Bundesländern, das ist unser Ziel", so Heinisch-Hosek abschließend.