Bayr: Weitreichende Verbesserungen für Entwicklungshelfer beschlossen

Fiktive Bemessungsgrundlage bringt gerechte Pensionen für Entwicklungshelferinnen und -helfer

Im heutigen außenpolitischen Ausschuss des Parlaments wurde eine Novelle zum Entwicklungshelfergesetz beschlossen, die weitreichende Verbesserungen für Entwicklungshelferinnen und -helfer mit sich bringt. SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung Petra Bayr begrüßt die Gesetzesänderung am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst: "Es ist wichtig, dass sich Menschen, die sich für eine gerechte und bessere Welt engagieren, um existenzielle Dinge keine Sorgen machen müssen."

Die Novelle enthält unter anderem sozial- und versicherungsrechtliche Besserstellungen für Entwicklungshelferinnen und -helfer. "Der Durchrechnungszeitraum für Pensionen wurde durch die schwarz-blaue Kürzungspolitik de facto auf das ganze Leben ausgedehnt, was für die Pensionen von Entwicklungshelfern, die oft – an die landesüblichen Tarife angepasst – nur einige hundert Euro verdienen, katastrophale Auswirkungen hat", erklärt Bayr. "Mit der heute beschlossenen Novelle wird eine fiktive Bemessungsgrundlage eingeführt, deren Höhe der von Auslandszivildienern, etwa 1.600 Euro, entspricht." Entsendeorganisationen müssten Entwicklungshelfern dadurch zwar mehr Sozialversicherung bezahlen, aber "dafür erhalten sie endlich gerechte Pensionen", sagte die SPÖ-Sprecherin für globale Entwicklung.

"Darüber hinaus bringt die Novelle eine Gleichstellung der Eingetragenen Partnerschaft mit der Ehe. Eingetragene Partner bekommen in Zukunft – wie das bisher nur in bestimmten Fällen für Eheleute der Fall war – den Rückflug von der jeweiligen Entsendeorganisation bezahlt", sagt Bayr. Mit der Novelle des Entwicklungshelfergesetzes werden Anpassungen an den EU-Standard vorgenommen.