Heinisch-Hosek für offensivere Strategien gegen Antifeminismus

Abschlussplenum bei Frauenenquete "Maskulinismus. Anti. Feminismus"

"Die heute geäußerten Forderungen nach einer aktiven und positiven Gleichstellungspolitik und offensiveren Strategien gegen Antifeminismus sind absolut berechtigte Aufforderungen an die Politik. Ich werde das aufgreifen und mich weiterhin für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern einsetzen", sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek heute, Freitag, beim Abschlussplenum der Frauenenquete "Maskulinismus. Anti. Feminismus". Im Rahmen dieser Veranstaltung im Wiener Schloss Laudon standen heute aktuelle Entwicklungen im modernen Feminismus, Antifeminismus sowie in Männer- und Väterrechtsbewegungen im Mittelpunkt.

"Wir können positiv zur Kenntnis nehmen, dass schon viel durch die Frauenpolitik bewegt wurde. Wir müssen aber auch zur Kenntnis nehmen, dass der Status Quo im Antifeminismus und Maskulinismus eine Gefahr darstellt. Das haben uns die Berichte und Diskussionen in den Workshops aufgezeigt. Ganz besonders gefährlich wird es durch die Anonymität im Internet und in den Sozialen Medien sowie durch künstlich hochgespielte Medienhypes", sagte Heinisch-Hosek.

Bei der Präsentation der Workshop-Ergebnisse sei deutlich geworden, dass gemeinsame Strategien gegen Antifeminismus dringend notwendig sind, so die Ministerin. Im Abschlussplenum forderten die Teilnehmerinnen eine stärkere öffentliche Thematisierung, vor allem, wenn es juristische Graubereiche wie Verhetzung und Drohungen im Internet betrifft. Wichtig sei außerdem eine bessere Vernetzung mit Gleichgesinnten. Auch die Medien, vor allem der öffentlich-rechtliche Rundfunk, müsse dazu aufgerufen werden, Frauenanliegen und Feminismus regelmäßig zu thematisieren.

Die Ministerin kündigte an, dass die Frauenenqueten weiter fortgesetzt werden. "Ich möchte die Botschaften von heute weiterverbreiten und zusätzliche Möglichkeiten zum Meinungsaustausch etablieren, wie etwa offene Diskussionsforen im Ministerium." Abschließend dankte Heinisch-Hosek den Teilnehmerinnen für ihre Anregungen und Ideen: "Ich sehe das als Anstoß für meine weitere politische Arbeit, damit die eine oder andere Forderung schon in naher Zukunft in die Realität umgesetzt werden kann."

Foto: Regina Aigner/BKA