Heinisch-Hosek: ÖVP hält Familien die Karotte vor die Nase

Unseriöses Angebot der ÖVP hilft nur den bestverdienenden Eltern – SPÖ-Modell bringt hingegen allen mehr Geld pro Monat und Ausbau der Kinderbetreuung

"Mit dem heute präsentierten Modell hält die ÖVP den Familien mal wieder die Karotte vor die Nase. Denn einen Vorschlag für das Jahr 2016 zu präsentieren, ist mehr als unseriös", sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek heute als Reaktion auf das neue ÖVP-Familien-Steuermodell.

"Teure Steuerzuckerl für das Jahr 2016 für die bestverdienenden Eltern vorzuschlagen, während über 40 Prozent der Eltern keine Möglichkeit haben, Steuerleistungen überhaupt abzurufen, ist ein unrealistisches Angebot ", so die Ministerin. Damit würde der unübersichtliche Steuerdschungel weiter prolongiert. Und die Kosten von 2,5 Milliarden Euro wären dazu noch exorbitant. Als Vergleichswert umgerechnet, entspräche das 766.666 neuen Kinderbetreuungsplätzen.

"Vom SPÖ-Modell haben im Gegensatz dazu alle Eltern etwas: Mehr Familienbeihilfe pro Monat, das heißt 225 für kleinere und 240 Euro für die größeren Kinder, und 150 Millionen Euro jährlich für den Ausbau der Kinderbetreuung. Damit könnten wir in 2 Jahren das Barcelona-Ziel und in fünf Jahren eine Betreuungsquote bei den Kleinsten von 50 Prozent erreichen. Das ist seriöse Politik. Unser Modell ist kostenneutral und kann sofort umgesetzt werden", so die Frauenministerin.