Wurm: Frauen besonders von Armut betroffen

SPÖ für Ausbau der Kinderbetreuungsplätze in ganz Österreich

In der heute, Freitag, von Sozialminister Rudolf Hundstorfer und Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek präsentierten Studie der Statistik Austria zur "Armuts- und Ausgrenzungsgefährdung in Österreich" wird einmal mehr deutlich, dass Frauen in besonderem Maß von Armut betroffen sind. "Wir müssen allen Frauen ermöglichen, einer sicheren Erwerbsarbeit nachzugehen. Dazu braucht es einen Ausbau der Kinderbetreuungsplätze in ganz Österreich", fordert SPÖ-Frauensprecherin und Abgeordnete zum Nationalrat Gisela Wurm gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

Die Studie zeigt deutlich, dass Erwerbsarbeit von Frauen armutsmindernde Effekte habe, besonders in Haushalten mit Kindern. "Oft können Frauen keiner oder keiner vollen Erwerbsarbeit nachgehen, weil es nur unzureichende Kinderbetreuungseinrichtungen gibt. Dazu gehören etwa Kinderbetreuungseinrichtungen, die über Mittags schließen oder nur bis zum frühen Nachmittag offen haben. Besonders in ländlichen Gebieten ist dies ein großes Problem", erklärt Wurm die Problematik. Da Frauen noch immer einen Großteil der unbezahlten Haus- und Reproduktionsarbeit, zu denen Kinderbetreuung gehört, verrichten, ist das Bereitstellen von Kinderbetreuungseinrichtungen also besonders vorteilhaft für Frauen. "Es ist traurig, dass wir diese Forderungen nach wie vor stellen müssen, aber wir werden nicht müde immer weiter darauf zu pochen. Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie schaffen, heißt, Frauen ein selbstbestimmtes und unabhängiges Leben frei von Armut zu ermöglichen", sagt Wurm abschließend.

Foto: Parlamentsidrektion/Wilke