Heinisch-Hosek: Bleibe hart auf Kurs in Richtung Einkommensgerechtigkeit

Einkommensberichte, Gehaltsrechner, Best-Practice-Beispiele von Unternehmen sind Maßnahmen um Einkommensschere zu verringern

"Dass wir noch immer 25,5 Prozent Lohnunterschiede haben, ist traurige Realität", sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek anlässlich des heutigen Equal Pay Days. Der Equal Pay Day ist der Tag, bis zu dem Frauen in das Jahr 2013 hinein weiterarbeiten müssen, damit sie so viel verdient haben, wie die Männer mit Ende 2012.

"Von diesem Viertel kann man rund 15 bis 18 Prozent überhaupt nicht erklären – das heißt, da sind Teilzeit, Überstunden und Berufswahl schon herausgerechnet. Das sind die reinen Diskriminierungsprozente, die da übrig bleiben", so die Ministerin. Und weiter: "Darum bleibe ich hart auf Kurs in Richtung Einkommensgerechtigkeit. Niemand in diesem Land hat Verständnis für unfaire Bezahlung, für die Benachteiligung von Frauen".

Sie werde die Sozialpartner und den Koalitionspartner im Frühsommer zu Gesprächen einladen. Und sie werde sich Best-Practice-Beispiele von Unternehmen genauso ansehen, wie die Frage stellen: "Braucht es weitere Verbesserungen bei der Gehaltstransparenz, möglicherweise auch härtere Sanktionen bei Verstößen? Ich möchte auch darüber reden, die Berichtspflicht auf kleinere Betriebe auszudehnen", so die Ministerin. Und in wenigen Tagen werde der sehr erfolgreiche Gehaltsrechner mit den neuesten Zahlen aktualisiert. "Diese Maßnahmen werden die Einkommensschere weiter verringern", sagte Heinisch-Hosek
zum Schluss.