Bayr fordert zum internationalen Tag zur Beseitigung der Rassendiskriminierung mehr Aufklärung

Sport als Brückenbauer für gegenseitigen Respekt

"Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten" lautet der erste Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte," erinnert Petra Bayr, SPÖ Bereichssprecherin für Globale Entwicklung, anlässlich des Tages zur Beseitigung der Rassendiskriminierung. "Leider ist dieser Grundsatz immer noch nicht in allen Köpfen angekommen", stellt Bayr fest. "65 Jahre nach der Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und 52 Jahre nach dem Massaker von Sharpeville müssen wir immer noch gegen Diskriminierung kämpfen."

1966 haben die Vereinten Nationen den 21. März zum internationalen Gedenktag zur Beseitigung der Rassendiskriminierung ernannt. Das Datum geht zurück auf das "Massaker von Sharpeville" in Südafrika. 1960 eskalierte die Situation bei einer Demonstration gegen die Apartheidgesetze in der Stadt Sharpeville. Polizisten schossen in die friedlich demonstrierende Menge und töteten 69 Menschen, mindestens 185 weitere wurden verletzt. Kurz nach diesem Ereignis verbot das weiße Minderheitenregime den ANC, den Afrikanischen Nationalkongress.

Heuer liegt der Schwerpunkt des Gedenktages der Vereinten Nationen auf Sport als Brückenbauer für gegenseitigen Respekt. Mit ihrer Initiative "Fußball hat viele Gesichter" setzt sich Bayr unter anderen durch Fußball für Respekt und Anerkennung ein: "Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sind leider immer noch Thema, auch im Sport. Wir setzen uns mit der Initiative "Viele Gesichter" in Wien gegen Fremdenfeindlichkeit, Ausgrenzung und Rassismus ein, indem wir Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenbringen, zum Beispiel beim Fußball spielen. So zeigen wir auf, dass Ängste zumeist unbegründet sind und das Miteinander nicht nur Spaß macht, sondern auch fruchtbar ist", erläutert Bayr. Und tatsächlich: wird Vielfalt gelebt, macht sie kreativ und inspiriert zu neuen Denkweisen. "Respekt und Anerkennung der Leistung aller Menschen sind die Grundlage für ein harmonisches Zusammenleben, der Rest kommt dann von alleine", weiß Bayr aus eigener Erfahrung.

Parlamentsdirektion/Ranz