Heinisch-Hosek präsentiert erfolgreiche Maßnahmen für Chancengerechtigkeit im Betrieb

"Eine starke Wirtschaft bleibt nur dann stark, wenn MitarbeiterInnen beste Bedingungen vorfinden"

Am Mittwoch präsentierte SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende und Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek zusammen mit Peter Ostendorf, dem Vorstand von Ankerbrot, und Gerlinde Kastner, der Betriebsrätin des Unternehmens in einem Mediengespräch bei Ankerbrot erfolgreiche Maßnahmen zur Frauenförderung. "Eine starke Wirtschaft bleibt nur dann stark, wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Unternehmen beste Bedingungen vorfinden", unterstrich Heinisch-Hosek und betonte, wie wichtig dafür Gehaltstransparenz, betriebliche Frauenförderung, Frauenquoten, sowie die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind.

"Es ist wichtig dass Einkommensberichte erstellt werden, in denen nicht erklärbare Gehaltsunterschiede aufgezeigt werden können, um dann Gegenmaßnahmen zu setzen", sagte die Frauenministerin und weist weiters auf den Online-Gehaltsrechner hin bei welchem nachgerechnet werden kann, ob ein faires Gehalt bezahlt wird.

Diese Maßnahmen funktionieren jedoch nur so gut, "so gut sie auch angenommen werden", stellte Heinisch-Hosek fest. Denn diese, sowie die ebenfalls gesetzlich vorgeschriebenen Inserate mit Gehaltsangaben, fänden nicht in jedem Unternehmen statt.

Wichtig sei auch die Frauenförderung in den Betrieben, hierzu hat die Frauenministerin einen Leitfaden erstellt, den sie gerne gesetzlich umgesetzt sehen würde. Heinisch-Hosek weist auch auf die wirtschaftliche Komponente hin: "Es ist wichtig, dass Frauenförderung innerbetrieblich passiert, denn Unternehmen mit gemischten Führungsteams sind wirtschaftlich erfolgreicher, was auch zu einem Ansteigen des BIP führt."

"Frauenquoten beschleunigen Prozesse", betonte die Frauenministerin: "Ohne diese Quoten hätten wir nicht ein Drittel Frauen in Führungspositionen in staatsnahen Unternehmen. Zudem ist auch die Zahl der Rektorinnen an den Universitäten von Null auf 20 Prozent gestiegen", zeigte sich die Ministerin erfreut.

Wesentlich ist der Ministerin auch die Unterstützung alleinerziehender Frauen: "Kinderbetreuungsstätten sind sehr wichtig für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie." In diesem Sinne konnten pro Jahr 7000 zusätzliche Plätze geschaffen werden.

Fotos des Betriebsbesuchs finden Sie/findest du in unserem flickr-Album.

Foto: Astrid Knie