Heinisch-Hosek: „Frauenförderung praktisch umsetzen“

Veranstaltung zu "Women's Empowerment Principles (WEP) – Grundsätze zur Stärkung der Frauen im Unternehmen"

"Mehr als die Hälfte der Menschen in Österreich sind Frauen. Doch die Zahl der Frauen in der Führungsebene spiegelt das meist nicht wider. Immer mehr Unternehmen setzen sich daher aktiv für Frauenförderung ein, und Veranstaltungen wie diese tragen dazu bei, dass weitere Firmen folgen und sich ebenfalls zu den Grundsätzen zur Stärkung der Position von Frauen bekennen", sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek gestern, Dienstagabend, bei der Informationsveranstaltung "Women's Empowerment Principles (WEP) – Grundsätze zur Stärkung der Frauen im Unternehmen" in Wien. Anlässlich des internationalen Frauentages lud die "UN Women Austria" gemeinsam mit dem österreichischen "UN Global Compact Netzwerk" zur Präsentation in die Wirtschaftskammer Österreich.

Die Initiative "Women's Empowerment Principles (WEP) – Grundsätze zur Stärkung der Frauen im Unternehmen" will durch einen ökonomischen Ansatz das Bewusstsein und das Bekenntnis von Unternehmen stärken, Frauen am Arbeitsplatz, auf dem Arbeitsmarkt und in der Gemeinschaft zu unterstützen. Best-Practice-Beispiele im Bereich der Frauenförderung und ein kurzer Überblick über das wirtschaftliche Potenzial der Frauen als Arbeits- sowie mit ihrer Kaufkraft untermauerten die Notwendigkeit eines gesellschaftlichen Umdenkens. "Erst durch einen gesellschaftlichen Wandel können wir Chancengleichheit ermöglichen. Noch immer nützen in Österreich nur wenige Männer die Möglichkeit des Papamonats und der Väterkarenz, und noch immer bleiben viele Frauen zu lange in Teilzeit-Beschäftigungen und können dadurch nicht unabhängig vorsorgen. Wir müssen daher Frauenförderung nicht nur auf dem Papier, sondern auch praktisch umsetzen", sagte die Ministerin.

Auch wenn noch in einigen Bereichen Handlungsbedarf bestünde, so gebe es auch sehr positive Entwicklungen: "In staatsnahen Unternehmen konnten wir den Frauenanteil in Aufsichtsratspositionen bereits auf 30 Prozent erhöhen. Daher denke ich, dass wir unser angestrebtes Ziel von 35 Prozent bis 2018 schon viel früher erreichen werden. Wir wollen hier eine Vorbildrolle übernehmen und hoffen auf viele Nachahmer", sagte Heinisch-Hosek abschließend.

Foto: Georg Stefanik/BKA