Wurm und Schiessling unterstützen Protestkundgebung in Innsbruck für faire Gehälter von Handelangestellten

Auch nach der fünften Verhandlungsrunde konnten sich die Arbeitgeber nicht zu einem fairen Angebot und einer spürbaren Wertschätzung der Leistung der rund 520.000 Beschäftigten, die im Handel tätig sind, davon vorwiegend Frauen, durchringen. Die Tiroler SPÖ-Abgeordnete und Frauenvorsitzende der SPÖ-Tirol, Gisela Wurm, und die Tiroler Landtagsvizepräsidentin und Frauensprecherin im Tiroler Landtag, Gabi Schiessling, sichern daher der heutigen Protestkundgebung in Innsbruck vor der Wirtschaftskammer Tirol ihre volle Unterstützung zu und bekunden zudem "volle Solidarität" mit den VerhandlerInnen auf ArbeitnehmerInnenseite, die um eine Erhöhung der Gehälter im Handel mit den Arbeitgebern ringen. ****

Die Gewerkschaft fordert für Beschäftigte, die bis 2.100 Euro brutto verdienen, ein Gehaltsplus von 3,5 Prozent, mindesten jedoch 50 Euro. Für Beschäftigte, die über 2.100 Euro brutto verdienen, sollen 3,45 Prozent mehr bekommen. "Den Arbeitgebern ist das zu viel. Und das, obwohl, die Handelsunternehmen wirtschaftlich gut durch die Krise gekommen sind und dank der Arbeit ihrer Angestellten wieder satte Gewinne schreiben. Von den Beschäftigten im Handel wird immer größtmögliche Flexibilität und voller Einsatz verlangt, da wäre es nur redlich und fair, diese Leistung auch mit einem fairen Gehaltsabschluss anzuerkennen", betonte Wurm.

520.000 Handelsangestellte, wovon rund 270.000 im Einzelhandel tätig sind, stellen auch volkswirtschaftlich einen wichtigen Kaufkraftfaktor dar. "Der Handel ist eine Niedriglohnbranche, die Angestellten verdienen im Schnitt 380 Euro weniger im Monat als Beschäftigte anderer Branchen. Mieten und Energiekosten steigen, daher muss die Inflation auch mit einem Gehaltsabschluss abgegolten werden, der die Kaufkraft der Handelsangestellten stärkt. Das ist ja auch im Interesse der Handelsunternehmen", resümierte Schiessling. (Schluss) up/sl