Bayr: Wir brauchen zeitgemäße Sexualerziehung

Vorwürfe der Konservativen nicht nachzuvollziehen

In der aktuellen Debatte um die Unterrichtsmaterialien "Ganz schön intim" vom Verein Selbstlaut vermisst SPÖ-Nationalratsabgeordnete Petra Bayr die nötige Sachlichkeit der Kritikerinnen und Kritiker: "In Österreich sind gleichgeschlechtliche Lebensweisen nicht nur Realität, sie sind auch rechtlich anerkannt. Laut Bayr sei es "unerlässlich", dass Lehrenden Unterrichtsmaterialen zur Verfügung gestellt werden, die auf die Realität der Schülerinnen und Schüler eingehen und nicht "längst überholte Vorstellungen mit Händen und Füßen zu verteidigen". Aus konservativen Reihen wurde vorgeworfen, die "Kernfamilie" werde in den Unterlagen diskreditiert.

"Sexualpädagogik muss in den österreichischen Schulen zeitgemäß und an die Lebensrealität der Schülerinnen und Schüler angepasst durchgeführt werden" fordert Bayr. "Sexualerziehung hat unter anderem zum Ziel, dass Jugendliche selbstbestimmt ihre Sexualität leben können. Sie sollen wissen, wie ungewollte Schwangerschaften und sexuell übertragbare Krankheiten zu vermeiden sind und nicht zuletzt ist es Aufgabe der Sexualpädagogik, Jugendliche in ihrer sexuellen Orientierung zu begleiten und ihnen nicht längst überholte Vorstellungen einzubläuen", betont Bayr.