Heinisch-Hosek: Viele Punkte im IV-Modell zur Familienförderung sind zu begrüßen

Das vorgelegte SPÖ-Modell ist noch einfacher und fairer

"Die Industriellenvereinigung hat heute ein Modell zur Familienförderung vorgelegt, das viele gute Elemente hat. Die Familienbeihilfe zu erhöhen, anstatt viele unübersichtliche Transferleistungen zu haben, damit kann ich mich sehr gut anfreunden. Allerdings sollten wir auch den unübersichtlichen Dschungel an Frei- und Absetzbeträgen komplett roden, denn so hätten wir mehr Mittel für Familienbeihilfe und Kinderbetreuung", so Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek in einer ersten Reaktion auf das heute von der Industriellenvereinigung vorgelegte Modell.

"Voll unterstütze ich die Forderung nach einem schnelleren Ausbau der Kinderbetreuung. Denn gerade bei den Null- bis Dreijährigen sind wir vom Barcelona-Ziel einer Abdeckung von 33 Prozent noch meilenweit entfernt", so Heinisch-Hosek. Am Kinderbildungsbonus sei grundsätzlich gut, "dass er viele Absetzbeträge zu einem zusammenfasst, der auch negativ wirksam ist". Allerdings sei das SPÖ-Modell in dieser Frage noch einfacher, klarer und gerechter: "Das Labyrinth der Frei- und Absetzbeträge könnten wir ganz streichen und stattdessen die Familienbeihilfe drastisch erhöhen und 150 Millionen pro Jahr in Kinderbetreuung investieren. Davon hätte jede Familie in Österreich etwas. Und das Modell ist kostenneutral", unterstrich Frauenministerin Heinisch-Hosek, die sich für rasche Verhandlungen in dieser Frage ausspricht: "Viele Modelle und gute Ideen liegen am Tisch. Einer nachhaltigen Verbesserung der Familienförderung in Österreich sollte nichts im Wege stehen."