Wurm: Frauenbudget bleibt 2013 gleich hoch

Ausbau der Väterkarenz wünschenswert

Trotz Konsolidierungsmaßnahmen sei es gelungen, das Frauenbudget gleich hochzuhalten, betonte SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm heute, Mittwoch. Damit sollen vor allem Maßnahmen im Bereich der Gleichstellung und des Gewaltschutzes verwirklicht werden. Aufholbedarf sieht sie in der Frage der Männerkarenz sowie auf dem Gebiet der Gehaltstransparenz.

Lob fand Wurm für die Arbeit der österreichischen Gewaltschutzzentren. "Keine einzige Frau vom Bodensee bis zum Neusiedlersee wird abgewiesen, wenn sie Gewalt in der Familie erlebt", betonte sie. Ebenso begrüßte Wurm die für kommendes Frühjahr geplante Eröffnung der Notwohnungen für zwangsgehandelte Frauen. Eine weitere wichtige Maßnahme im Kampf gegen häusliche Gewalt sei, so die SPÖ-Abgeordnete, eine österreichweite Hotline. Diese ist zum Ortstarif rund um die Uhr erreichbar und hilft Frauen in Not.

Aufholbedarf sieht Wurm in der Frage der Väterkarenz. Sie wünscht sich einen Ausbau des sogenannten "Papamonats" und betont: "Echte Männer gehen in Karenz!" Auch auf dem Gebiet der Einkommenstransparenz sieht Wurm Raum für Verbesserungen. Die Gehaltsschere zwischen Männern und Frauen sei in der Einzelhandelsbranche wesentlich niedriger als etwa in den eher Männer dominierten technischen Berufen. Sie gratulierte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek zu der Initiative "Gehaltsrechner", der künftig für mehr Gerechtigkeit sorgen und sicherstellen soll, dass Frauen bekommen, was ihnen zusteht.

Besonders wichtig beim Haushaltsbudget für das kommende Jahr ist Wurm eine aktive Kontrolle des Gender Budgetings. Zentral sei die Frage, wie sich Ausgaben zwischen den Geschlechtern auswirken und ob eine Gleichstellungswirkung vorhanden ist. "In jedem Ressort muss ein Wirkungsziel darauf gerichtete sein, dass mehr Geschlechtergerechtigkeit eintritt", so Wurm.

Foto: Parlamentsdirektion/Wilke