Gabriele Heinisch-Hosek: „Auch Unternehmen profitieren von der Väterkarenz“

Frauenministerin präsentiert Fortsetzung der 2010 gestarteten Kampagne "Echte Männer gehen in Karenz"

„Mütter sollen den Zeitpunkt des Berufseinstieges selbst wählen können. Sie sollen dabei unterstützt werden, sei es vom Arbeitgeber oder vom Partner. Daher ist es für mich als Frauenministerin selbstverständlich, für die Väterkarenz zu werben." (Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek)

Video zur Kampagnenfortsetzung

2010 hat das Sujet mit Rocker und Baby für Aufsehen gesorgt und dafür, dass über das Thema Väterkarenz geredet wurde. Zwei Jahre später sind es zwar schon mehr Väter, die bei ihren Kindern zuhause bleiben, von halbe-halbe sind wir aber noch weit entfernt. Grund genug für die Frauenministerin, Teil 2 der Informationskampagne „Echte Männer gehen in Karenz“ ins Leben zu rufen. Das Ziel: Bis 2015 sollen zumindest 20 % aller KindergeldbezieherInnen Väter sein.

Warum bewirbt die Frauenministerin die Väterkarenz? Ganz einfach: Von mehr Väterkarenz haben alle etwas. Nicht nur die Männer, die von Anfang an eine enge Beziehung zu ihrem Kind aufbauen können. Auch die Kinder, die mehr Zeit mit beiden Elternteilen haben. Und natürlich die Frauen, die nicht mehr alleine für die Erziehung und Betreuung ihres Kindes verantwortlich sind. Für sie wird es mit der Unterstützung ihres Partners leichter, in der Arbeitswelt wieder Fuß zu fassen.

Aus zahlreichen Studien wissen wir: Zwei Drittel aller Väter spielen mit dem Gedanken, in Karenz zu gehen, aber nur wenige wagen diesen Schritt auch. Diese Kampagne richtet sich an all jene Männer, die zögern, eine Karenzzeit in Anspruch zu nehmen. Ihnen wollen wir sagen: Nützt diese einzigartige Chance, gönnt euch die Zeit mit eurem Nachwuchs, mit eurer Familie!

Seit 2010 gibt es ihn im öffentlichen Dienst, seither sind zahlreiche Bundesländer und Unternehmen nachgezogen: Das Erfolgsmodell der Väter-Frühkarenz, kurz „Papamonat“. Jung-Väter haben dabei Anspruch auf maximal vier Wochen Frühkarenz, unmittelbar nach der Geburt ihres Kindes. Mittlerweile sind im öffentlichen Dienst mehr als 300 Väter in Papamonat gegangen, das Feedback ist eindeutig: Der Papamonat ist eine ganz besondere Zeit, und er macht Lust auf mehr.

Deshalb will Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek auch einen Papamonat für die Privatwirtschaft einführen, konkret einen Rechtsanspruch auf vier Wochen bezahlte Frühkarenz nach der Geburt des Kindes. Das Modell ist kostenneutral und die Finanzierung sichergestellt, denn man könnte einfach einen Monat des Kindergeldbezugs „nach vorne ziehen“ und so ermöglichen, dass der Vater einen bezahlten Papamonat parallel zum Mutterschutz in Anspruch nimmt.

Weiterführenden Informationen und viele Neuerungen, etwa "Karenz yourself" und "Karenz-Mentoren" finden Sie/findest du auf der Website www.maennerinkarenz.at.

Foto: BKA/Regina Aigner