Liezener Frauen arbeiten 85 Tage „gratis“

Equal Pay Day – Liezener SPÖ-Frauen drängen auf Lohngerechtigkeit

„Wir haben im Bezirk Liezen was Lohngerechtigkeit betrifft viel aufzuholen“, zeigte sich die steirische SPÖ-Landesfrauenvorsitzende LRin Elisabeth Grossmann anlässlich der Equal Pay Day Aktion betroffen. Der Equal Pay Day markiert jenen Tag im Jahr, ab dem Frauen im Vergleich zu Männern bis Jahresende "gratis" arbeiten. „Im Bezirk Liezen sind das für Frauen 85 Tage, die sie länger arbeiten müssen, um jenes Einkommen der Männer zu erreichen“, unterstreicht die
stellvertretende SPÖ-Bezirksfrauenvorsitzende BRin Johanna Köberl und forderte daher gemeinsam mit der Landesfrauenvorsitzenden LRin Elisabeth Grossmann korrekte Gehaltseinstufung, einen gerechten Zugang zu Aus- und Weiterbildung sowie gleiche Aufstiegschancen.

Anlässlich des diesjährigen "Equal Pay Day" machte SPÖ-Landesfrauenvorsitzende LRin Elisabeth Grossmann gemeinsam mit den SPÖ-Frauen Liezen mit einer Aktion auf die ungerechte Einkommenssituation zwischen Frauen und Männern aufmerksam. So wurden am Hauptplatz in Liezen Informationsfolder verteilt und Gespräche über die Einkommenssituation in Österreich geführt.

Der Equal Pay Day markiert jenen Tag im Jahr, ab dem Frauen im Vergleich zu Männern bis Jahresende "gratis" arbeiten. Heuer fällt dieser Tag in der Steiermark auf den 5. Oktober. „Im Vergleich dazu ist die Situation im Bezirk Liezen etwas besser, denn hier ist es der 8. Oktober. Dennoch muss uns Frauenarbeit
einfach mehr wert sein“, forderte Bundesrätin Johanna Köberl. „Es kann nicht sein, dass die Frauen im Bezirk Liezen für die gleiche Arbeit um 23,1 Prozent weniger verdienen als Männer.“ (Anm.: Quelle Statistik Austria, Lohnsteuerstatistik).

Die Ursachen für das Auseinanderklaffen der Einkommensschere sieht die steirische Landesfrauenvorsitzende LRin Elisabeth Grossmann in der überwiegenden Beschäftigung der Frauen in Niedriglohnbranchen, in der überproportionalen Beschäftigung in Hilfs- und Dienstleistungstätigkeiten und im geringen Anteil an Frauen in Führungspositionen. „Mit Technik-Workshops an steirischen Schulen und Kindergärten, Berufsorientierung sowie Aktionen im Rahmen des `Girls Day´ wollen wir zudem jungen Frauen Mut machen, in nicht-typische Frauenberufe einzusteigen.“

"Das Ziel der Aktion ist es, mit Frauen über ihr Gehalt zu sprechen und sie ermutigen, selbstbewusst in Gehaltsverhandlungen zu gehen", erklärte die stellvertretende SPÖ-Bezirksfrauenvorsitzende Köberl. Sie wies darauf hin, dass Frauen seltener in Gehaltsverhandlungen treten als Männer. Während diese
durchschnittlich einmal im Jahr eine Gehaltserhöhung fordern, tun dies ihre weiblichen Kolleginnen wenn überhaupt nur alle zwei bis drei Jahre, so die Ausseer Bundesrätin. "Es gibt gravierende Unterschiede, nur weil Frau eine Frau ist. Mit dieser Ungerechtigkeit muss Schluss sein. Frauen haben ein Recht auf ein faires Einkommen!", stellten Landesrätin Grossmann und BRin Köberl unisono klar.

Foto: Bei ihrer Aktion in Liezen drängen die SPÖ-Frauen auf Lohngerechtigkeit: Landesfrauenvorsitzende LRin Elisabeth Grossmann und stellvertretende Bezirksfrauenvorsitzende BRin Johanna Köberl im Gespräch mit interessierten Frauen.