Heinisch-Hosek/Mautz: „Mehr Familienförderung für alle, statt teurer Steuerzuckerl für wenige“

SPÖ-Frauen setzen sich für Neugestaltung der Familienförderung ein

Den morgigen Schulbeginn nehmen die SPÖ-Frauen als Startschuss, um in ganz Österreich über ihr Modell der "Familienförderung neu" zu informieren. Unter dem Motto "Mehr Familienförderung für alle, statt teurer Steuerzuckerl für wenige" werden die SPÖ-Frauen in den kommenden Wochen Informationsmaterialien verteilen, Gesprächsrunden organisieren und die Diskussion im Internet und auf Facebook führen.

Das Modell umfasst eine Erhöhung der Familienbeihilfe für alle auf monatlich 225 Euro, für Kinder ab 15 Jahren auf 240 Euro, bei gleichzeitiger Streichung der steuerlichen Frei- und Absetzbeträge. Auch der Ausbau der Kinderbetreuung soll forciert werden. "Wir haben in Österreich einen Dschungel an steuerlichen Begünstigungen, von denen zwei Drittel gar nicht abgeholt werden. Dieses System ist nicht nur unübersichtlich, es ist auch unfair. Denn mehr als eine halbe Million Kinder haben nichts von den Absetzbeträgen. Die allermeisten Vorteile können nur die nützen, die sehr viel verdienen", sagte Frauenministerin und SPÖ-Frauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek heute, Sonntag, gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

Neben einer Erhöhung der Familienbeihilfe ist ein rascher Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen in ganz Österreich geplant. "Gerade in den Ferien wurde wieder deutlich: Es fehlen Betreuungsplätze. Vor allem bei den 0- bis 3-Jährigen. Daher braucht es bundesweite Standards für die Qualität der Betreuungsplätze und einen Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz ab dem ersten Lebensjahr. Nur so können Eltern Beruf und Familie gut vereinbaren", bekräftigte SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Mautz. "Von einer Neuverteilung der Familienleistungen profitieren alle. Niemand verliert Geldleistungen und alle gewinnen neue Infrastruktur", so Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek abschließend.