Informationsoffensive zum Thema K.O.-Tropfen

"Vor einigen Jahren waren K.O.-Tropfen noch kein öffentlich diskutiertes Thema. Deshalb wollen wir gerade jetzt, vor Beginn der Ferienzeit, darauf aufmerksam machen und über dieses neue Gesicht von Gewalt informieren“ (Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek.

In wenigen Tagen beginnen die Ferien, das ist auch die Zeit der Feste, der Open-Air-Veranstaltungen, der Konzerte. Und es ist leider auch die Hochsaison für sogenannte K.O.-Tropfen. K.O.-Tropfen sind geschmacksneutrale Substanzen, die heimlich Getränken beigemischt werden, um junge Frauen wehrlos zu machen, sie zu bestehlen oder zu vergewaltigen.

Diese neue Form der Gewalt nimmt zu und ist aus verschiedenen Gründen besonders gefährlich:

  • K.O.-Tropfen sind zwar gesetzlich verboten. Trotzdem floriert der Handel im Internet. Internationale Bezugsquellen machen’s möglich.
  • Die Täter nutzen das Internet ganz massiv, um sich gegenseitig mit Rezepten und Tipps zu versorgen, wie K.O.-Tropfen gemixt werden, wie sie am unauffälligsten „verabreicht“ werden usw. Die Server sind im Ausland verortet und den nationalen Behörden sind die Hände gebunden.
  • Die Symptome von K.O.-Tropfen ähneln einer sehr starken Alkoholisierung – weshalb die betroffenen Frauen, die Rettung oder die Polizei manchmal einfach nicht wissen, dass hier Gewalt im Spiel war.

Aus diesen Gründen hat Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek heute eine Informationsoffensive gestartet. Dabei geht es um Information über dieses neue Gesicht von Gewalt. Information vor allem für die Mädchen selbst, denn sie sind es, die sich am besten schützen können.

Dazu wurde ein Flyer produziert, der allen Frauen- und Mädchenberatungen in ganz Österreich zur Verfügung gestellt wurde und der auch online unter http://www.frauen.bka.gv.at/site/7729/default.aspx herunterladen werden kann. Dieser beinhaltet Informationen, wie man sich schützen kann, aber auch Hinweise, was zu tun ist, wenn man Opfer von K.O.-Tropfen geworden ist.

Außerdem finden sich auf der Seite www.frauen.bka.gv.at auch weiterführende Informationen und eine Linksammlung, wo junge Frauen Beratung erhalten können.

Foto: Regina Aigner, BKA/HBF