Binder-Maier: Väter wollen mehr Familienzeit

Familienausschuss diskutiert Evaluierung der Kurzvarianten Kinderbetreuungsgeld

"Väter wollen mehr Familienzeit." – Diese Schlussfolgerung zog SPÖ-Familiensprecherin Gabriele Binder-Maier heute im Familienausschuss des Nationalrates, der unter anderem die Evaluierung der Kurzvarianten des Kinderbetreuungsgeldes diskutierte. Die Studie zeige eindeutig, dass Väter mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen möchten, führte die SPÖ-Abgeordnete weiter aus. "55,4 Prozent der Väter haben sich anlässlich der Geburt des jüngsten Kindes Urlaub genommen. Für mich ist das ein eindeutiges Indiz, dass Männer in dieser herausfordernden Anfangsphase ihre Partnerin unterstützen und am Familienleben teilhaben wollen. Es wird Zeit dies allen Vätern – durch die Einführung eines Papamonats – zu ermöglichen", forderte Binder-Maier.

Neben mehr Zeit für Väter mit ihrem Kind ist den Paaren eine gleichberechtigte Aufteilung in der Partnerschaft wichtig, erläuterte Binder-Maier. Die Gründe, die gegen eine Beteiligung der Väter an der Kindererziehung sprechen, sind primär beruflicher Natur. So geben 28,7 Prozent an, dass der Grund für eine Entscheidung gegen die Väterbeteiligung die Angst vor beruflichem Schaden war. Weitere 14,3 Prozent halten eine Väterkarenz für nicht durchsetzbar beim Arbeitgeber. "Hier brauchen wir ein Umdenken. Die Betriebe müssen sich den gesellschaftlichen Anforderungen stellen und Väterbeteiligung ermöglichen", so Binder-Maier abschließend.

Fotohinweis: Parlamentsdirektion/WILKE