Gesetz für Schönheits-OPs schafft Schutzbestimmungen

Gefährliche Tragweite der chirurgischen Eingriffe rückt stärker ins Bewusstsein

"Ich bin sehr froh, dass das Gesetz zur Regelung von Schönheitsoperationen heute im Ministerrat beschlossen wurde", betont SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Mautz am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Schönheitsoperationen bergen hohe gesundheitliche Risiken in sich, die mitunter erst Jahre später zum Tragen kommen. Die Schönheitsindustrie gaukelt vor, dass es sich um harmlose Eingriffe handelt. "Marktschreierische Werbung für Schönheitsoperationen, Gewinnspiele, Verlosungen und 'Vorher-Nachher-Bilder' – das alles wird endlich der Vergangenheit angehören", so Mautz. "Das Gesetz, das Gesundheitsminister Alois Stöger initiiert hat, schafft neue Schutzbestimmungen für Patientinnen und Patienten", sagt Mautz.

"Besonders Jugendliche müssen wir vor solchen Operationen schützen. Gerade in der Pubertät sind viele mit ihrem Aussehen unzufrieden und müssen sich und ihre wahre Schönheit erst kennen lernen. Ein Eingriff kann aber zum Bumerang werden, an dessen Folgen die Menschen später dann ein Leben lang zu leiden haben", so Mautz. In Zukunft sollen ästhetische Eingriffe ohne medizinische Indikationen an unter 16-Jährigen ausnahmslos verboten werden. Für 16- bis 18-Jährige sind psychologische Beratungen, die Einwilligung eines Erziehungsberechtigten sowie zusätzliche Wartefristen verpflichtend, in denen sich die Jugendlichen besser über die Risiken informieren können. "Langfristig sollten wir jedoch auch ein gänzliches Verbot bis 18 Jahre andenken", so Mautz.

Weiters regelt das Gesetz, wer Schönheitsoperationen durchführen kann. "Ich bin überzeugt, dass das neue Gesetz dazu beiträgt, die gefährliche Tragweite von Schönheitsoperationen mehr ins Bewusstsein zu rücken", sagt Mautz abschließend.