Benennungsfest Johanna-Dohnal-Platz

Im 6. Wiener Gemeindebezirk im Bereich Rahlgasse/Gumpendorferstraße fand gestern, am 05. Juni 2012 die feierliche Benennung des "Johanna-Dohnal-Platzes" statt.

"Ich bin stolz darauf, Frauenministerin in der Tradition nach Johanna Dohnal zu sein. Denn sie war es, die in Österreich das Frauenrecht als Menschenrecht postuliert und bei der UN-Menschenrechtskonferenz in Wien im Jahr 1993 vorangetrieben hat", sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek. "Junge Mädchen fühlen sich oft sehr stark, sagen mir, wir Frauen haben doch schon alles erreicht. Doch es gilt das Erreichte zu bewahren, denn ich erlebe heute nicht selten ein Zurückdrängen der Frauen in Beruf und Politik. Wir müssen die jungen Frauen davon überzeugen: Nix ist fix und es gibt noch viel zu tun." Es ist wichtig, dass sich Frauen auch im Stadtbild bemerkbar machen: 92 Prozent der Straßen und Plätze sind nach Männern benannt, nur acht Prozent nach Frauen.

Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek erinnerte gemeinsam mit Nationalratspräsidentin Barbara Prammer, Vizebürgermeisterin Renate Brauner, Frauenstadträtin Sandra Frauenberger, der Lebenspartnerin Johanna Dohnals Annemarie Aufreiter und Bezirksvorsteherin Renate Kaufmann an Johanna Dohnal und ihren Kampf für Frauenrechte.

"Besonders wichtig war Dohnal die Förderung junger Wissenschafterinnen, die sich mit Frauenfragen beschäftigen oder in frauenuntypische Forschungsbereiche wagen", erinnerte Frauenministerin Heinisch-Hosek. "Wir verleihen daher am kommenden Dienstag in ihrem Sinn erneut den Johanna Dohnal-Preis an vielversprechende, engagierte junge Frauen im Bundeskanzleramt."

Andrea Eckert las Texte von Johanna Dohnal und Schülerinnen der AHS Rahlgasse brachten ihre aktuelle Sichtweise ein. Musikalisch wurde der Abend vom femous orchestra, von DJane Sweet Susie und den Jugendlichen der AHS begleitet.

Fotohinweis: BKA/HBF, Harald Minich