SPÖ-Frauen fordern Bildbearbeitungsgesetz

Achtung: Digitale Bildbearbeitung kann Ihre Wahrnehmung beeinträchtigen

Hier eine Nasenkorrektur, da die Taille geschmälert – die Methoden der Bildbearbeitung sind heute so radikal wie nie zuvor. Magazine und Zeitschriften strotzen nur so vor retuschierten Fotos. Die Gesichter falten- und porenfrei, die Zähne strahlend weiß, die Haare füllig und schimmernd, die Augen leuchtend und die Körper dünner als irgend möglich. Bereits makellose Studioaufnahmen werden durch Bildbearbeitung noch zusätzlich perfektioniert. Grenzen gibt es dabei  keine. Die Bilder prägen unser Schönheitsideal und sind mitverantwortlich dafür, dass sich heute mehr Menschen denn je unzufrieden in ihrer Haut fühlen. Die Folgen sind besorgniserregend: Schon 13-jährige beginnen mit Diäten, Essstörungen nehmen immer mehr zu und Schönheitsoperationen werden alltäglich.

SPÖ Frauen und SJ fordern Bildbearbeitungsgesetz

Die SPÖ Frauen treten gemeinsam mit der Sozialistischen Jugend für ein neues Bildbearbeitungsgesetz bei Werbefotos ein. Denn nur so wird ersichtlich, dass die perfektionierte "Schönheit" künstlich geschaffen wurde. In Zukunft soll der Grad der Bildbearbeitung am Foto angezeigt werden. Die Kennzeichnungspflicht soll wie eine Ampel funktionieren: grün, gelb, rot. Ein kleiner Punkt am Rande des Bildes soll der Konsumentin/dem Konsumenten zeigen, wie sehr das Bild bearbeitet wurde.

Grün: leicht verändert
(Licht, Farbaufhellung, Weichzeichner, Flecken, Glanzpunkte entfernen…)

Gelb: mittelstark verändert
(Falten entfernen, Gesichtspartien straffen,…)

Rot: stark verändert (Körperteile in die Länge ziehen, Körperpartien entfernen, neue Gesichtsteile ins Foto kopieren…)

Zur Illustration:

Kennzeichnung der Fotoretusch bei SPÖ Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Mautz;
Bildbearbeitung: SPÖ

Fotos der Straßenaktion "Als die Bilder lügen lernten", gemeinsam mit der Sozialistischen Jugend" finden Sie hier.