Mautz: Rechtsanspruch auf Elternteilzeit an Kündigungsschutz anpassen

Böse Überraschungen für Frauen vermeiden

"Das Recht auf Elternteilzeit besteht derzeit bis zum siebenten Lebensjahr. Der Kündigungsschutz endet jedoch nach dem vierten Lebensjahr. Es ist daher konsequent, den Rechtsanspruch mit dem Kündigungsschutz gleichzusetzen, um böse Überraschungen für Frauen zu vermeiden", sagte am Mittwoch SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Mautz in Reaktion auf einen Vorschlag von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek im heutigen Standard. "Es darf nicht sein, dass Frauen sich fälschlicherweise auf ihren Kündigungsschutz verlassen und ihren Arbeitsplatz verlieren. Klare Verhältnisse sind sehr wichtig", so Mautz gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

"Teilzeit kann eine Zeitlang eine gute Möglichkeit sein, um Beruf und Familie zu vereinbaren. Dann muss aber der Weg in die Vollzeitarbeit erleichtert werden. Denn beinahe jede zweite Frau in Österreich arbeitet Teilzeit. Teilzeit bedeutet halber Lohn, weniger Pension sowie Abhängigkeit vom Partner", so Mautz.

"Gerade bei den Über-Dreijährigen hat sich das Angebot bei der Kinderbetreuung in Österreich bereits sehr verbessert. Ein zügiger Ausbau der Kinderbetreuung, gerade bei den Unter-Dreijährigen, ist weiterhin sehr wichtig, damit Eltern Beruf und Familie endlich wirklich vereinbaren können", so Mautz abschließend.