Einkommensabhängiges Kindergeld: Wurm unterstützt AK-Forderung nach großzügigerer Regelung

"Das einkommensabhängige Kindergeld erfreut sich zurecht immer größerer Beliebtheit, bereits zehn Prozent der Männer nutzen das Modell, um sich der Familienarbeit zu widmen. Allerdings gibt es eine Lücke, die nicht viele Mütter und Väter betrifft, aber wir sollten sie schließen", unterstützt SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm die Forderung der Arbeiterkammer nach einer großzügigeren Regelung beim einkommensabhängigen Kindergeld. Man kann diese Variante 80 Prozent des letzten Netto-Einkommens (mindestens 1.000 Euro und maximal 2.000 Euro) nämlich nur wählen, wenn vor dem Mutterschutz sechs Monate durchgehende Erwerbstätigkeit bestanden hat und das Arbeitsverhältnis zum Zeitpunkt der Geburt aufrecht ist, so Wurm.

Diese sechsmonatige Grenze ist allerdings ganz starr geregelt und hier beginnt das Problem: Arbeitslosigkeit, Insolvenz, Bildungskarenz unter Bezug von Weiterbildungsgeld bei aufrechtem Arbeitsverhältnis oder längere Krankenstände, wenn kein Anspruch auf Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber besteht, werden nicht erfasst. In diesen Fällen kann diese Variante des Kindergelds nicht mehr gewählt werden. Für Krankheit oder die Insolvenz des Arbeitgebers kann man nichts, dafür sollte man nicht noch bestraft werden.

"Wir brauchen flexiblere Rahmenfristen, damit die restriktiven Voraussetzungen für das einkommensabhängige Kindergeld von sechs Monaten Beschäftigung vor der Geburt entschärft werden. Hier gibt es ein paar Härtefälle, die man verhindern sollte. Das kostet auch keine Unsummen", so Wurm, die sich auf parlamentarischer Ebene für eine Neuregelung beim einkommensabhängigen Kindergeld einsetzen wird.