Wurm: Bundeskanzleramt geht mit bestem Beispiel voran – Frauenförderung als Bedingung für Auftragsvergabe

Andere Ministerien sollten nachziehen

"Aufträge des Bundeskanzleramts werden künftig nur noch an Firmen vergeben, die Frauen fördern. Die Betriebe müssen dazu eine Selbstverpflichtung unterschreiben, bei Nichteinhaltung droht eine Strafe von bis zu 10.000 Euro. Das ist gut so, denn damit kann Ignoranz gegenüber Frauen auch zu Strafen führen", ist SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm erfreut über den diesbezüglichen Erlass, den Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek gestern an alle Dienststellen des Bundeskanzleramts ausgeschickt hat.

Betroffen sind vom Erlass alle Liefer- und Dienstleistungsaufträge bis zu einem Wert von 100.000 Euro, wenn die Leistungsfrist sechs Monate oder länger dauert. In dieser Frist müssen sie eine bis drei Maßnahmen aus einem Katalog umsetzen. Das betrifft etwa die Erhöhung des Frauenanteils in mittleren und höheren Positionen, spezielle Qualifizierung, Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben oder das Einsetzen von Frauenbeauftragten.

"Das Bundeskanzleramt und Frauenministerin Heinisch-Hosek gehen damit mit bestem Beispiel voran, andere sollten nachziehen", so Wurm, denn "öffentliche Auftragsvergabe ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und wenn das Beispiel Schule macht, dann kann in Österreich in Sachen Gleichstellung viel bewegt werden".