Elisabeth Grossmann wurde mit 100 Prozent der Delegiertenstimmen als Landesfrauenvorsitzende wiedergewählt.

„Alle Menschen an den Chancen des Lebens teilhaben lassen!“

„Es braucht vor allem uns aktive kritische Frauen, die wissen, wo eben die Frauen der Schuh drückt. Genau das wissen die SPÖ-Frauen, weil sie da sind, wenn man sie braucht. Und die unermüdlich dafür eintreten, dass unsere Welt wertvoller und menschlicher wird und alle an den Chancen des Lebens teilhaben können“, betonte die steirische Landesfrauenvorsitzende Landesrätin Elisabeth Grossmann bei der Landeskonferenz der SPÖ-Frauen Steiermark. Elisabeth Grossmann wurde im Eduard-Schwarz-Haus in Bruck/Mur mit 100 Prozent der Delegiertenstimmen als Landesfrauenvorsitzende wiedergewählt.

Rund 300 BesucherInnen aus der ganzen Steiermark, davon 182 Delegierte, sind am Vortag des Ordentlichen Landesparteitags der SPÖ-Steiermark nach Bruck/Mur gekommen, darunter hochrangige Ehrengäste wie Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek, Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Mautz, Landeshauptmann Franz Voves, LH-Stv. Siegfried Schrittwieser und Landesrätin Bettina Vollath, um eine Landesfrauenkonferenz mit vielen Emotionen zu erleben.

Landeshauptmann Franz Voves dankte in seinen Grußworten den SPÖ-Frauen für ihren Einsatz und verwies auf den 50:50 Anteil im SPÖ-Regierungsteam. Besonderen Dank zollte der SPÖ-Vorsitzende der Ehrenvorsitzenden der SPÖ-Frauen, „dass ich heute hier stehen darf hat mit einer großen Frau der SPÖ-Frauen zu tun. Dir Barbara Gross habe ich zu verdanken, dass ich fast auf den Tag genau, nämlich am 23. März vor 10 Jahren, in die Politik gekommen bin“.

„Wir müssen vorwärts gehen, gemeinsam und geschlossen, und nicht zurück; das gilt auch fürs Familienrecht, wo Retro-Kräfte immer lauter werden, etwa wenn es darum geht, eine automatische gemeinsame Obsorge zu verordnen, selbst dann, wenn sich die Elternteile nichts mehr zu sagen haben“, unterstrich die Landesfrauenvorsitzende in ihrem Referat und meinte weiter „Harmonie kann nicht verordnet werden“. Grossmann verwies aber darauf, dass der Unterhalt die Armutsfalle Nr. 1 für Frauen und Kinder sei, wenn der Mann nicht bezahlt.

Frauen stärken, das ist das Ziel von Grossmann, in allen Lebensbereichen, vor allem aber im Bereich Wirtschaft und hier vor allem gehören laut der SPÖ-Landesfrauenvorsitzenden Geschlechtsrollen mit wirkungsvollerer Berufsorientierung durchbrochen. „Eine Großbaustelle haben wir noch bei der mangelnden Präsenz von Frauen in Führungspositionen“, so Grossmann und meinte dazu: „Da kommen wir um Quoten nicht herum. Diese sind zwar kein elegantes Mittel, aber ein wirkungsvolles.“

Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek engagiert sich für mehr Vollzeitarbeitsplätze für Frauen. „Teilzeit ist eine Mogelpackung. Man hat oft nicht die Wahlfreiheit zwischen Voll- und Teilzeit, sondern nur die Wahl zwischen Kind und Vollzeit“, betonte die Frauenministerin in ihrem Referat vor den rund 300 interessierten BesucherInnen in Bruck an der Mur. Mit einem Fünf-Punkte-Programm – jede Mehrarbeitsstunde abgelten, Anheben der Regelarbeitszeit, PendlerInnenpauschale für Teilzeit-Kräfte, Änderung der Familienförderung und Teilzeitkräfte über frei werdende Vollzeitjobs zuerst intern informieren – wollen die SPÖ Frauen jetzt die Teilzeit zurückdrängen und echte Wahlfreiheit schaffen.