Quote: Wurm erfreut über Sinneswandel der ÖVP-Frauen

SPÖ-Frauensprecherin möchte Koppelung der Klubförderung an Frauenquote

"Da rennen Sie bei uns offene Türen ein. Bis jetzt kam der Widerstand gegen jegliche Quote immer aus der ÖVP", freut sich SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm über den Sinneswandel von ÖVP-Frauensprecherin Dorothea Schittenhelm und ihrer heutigen Forderung nach einer Frauenquote durch ein Reißverschlusssystem bei Erstellung der Wahllisten. Wurm hofft, dass es nicht bei dieser Forderung anlässlich des Internationalen Frauentages bleibt, sondern sich die ÖVP-Frauen auch in ihrer Partei durchsetzen und eine Mehrheit dafür finden.

Die SPÖ habe seit den 80iger Jahren eine Quote und diese wurde 2010 noch weiter verschärft. Entsprechend der Mitglieder sollen auch die Frauen in den diversen Gremien vertreten sein. "Das gehört aber noch weiter vorangetrieben", so Wurm. Daher kann sich die SPÖ-Frauensprecherin auch vorstellen, dass die Parteien- und Klubförderung an eine Frauenquote gekoppelt wird.

Wurm hofft auch auf künftige Unterstützung der ÖVP-Frauen bei der Durchsetzung von Frauenquoten in Aufsichtsräten und Vorstandsebenen. Denn hier gebe es seitens der ÖVP noch immer massiven Widerstand. Obwohl es auf der zweiten und dritten Ebene sehr viele gut ausgebildete Frauen gibt, sind es an der Spitze noch zu wenige. "Man muss also hineindrängen in die Männerbünde und diese Frauen holen, dann bringen sie auch Frauen nach. Man braucht daher Quoten, um schneller ans Ziel zu kommen – und die Talente der Frauen so zu nutzen, dass sie dorthin kommen, wo sie auch hingehören", so die SPÖ-Frauensprecherin.