„Keine halben Sachen: Ganzer Lohn. Mehr Pension“

Heinisch-Hosek: „Teilzeit ist eine Mogelpackung“
Mautz: Es braucht echte Wahlfreiheit zwischen Voll- und Teilzeit – Frauentag ist immer noch ein Kampftag

Am Vortag des Internationalen Frauentages am 8. März machten die SPÖ-Frauen im Rahmen einer Fotoaktion "Keine halben Sachen: Ganzer Lohn. Mehr Pension" für mehr Vollzeitarbeitsplätze für Frauen mobil. Am Rande der Aktion  am  „Börselplatz“ vor der Wiener Börse betonte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek gegenüber dem SPÖ-Pressedienst: „Teilzeit ist eine Mogelpackung. Man hat oft nicht die Wahlfreiheit zwischen Voll- und Teilzeit, sondern nur die Wahl zwischen Kind und Vollzeit.“ Frauen, in Teilzeit haben immer weniger Geld im Börsel, als Frauen, die Vollzeit arbeiten können und dies wirkt sich auch negativ auf die zu erwartende Pensionshöhe aus. Mit einem Fünf-Punkte-Programm wollen die SPÖ Frauen jetzt die Teilzeit zurückdrängen und echte Wahlfreiheit schaffen.

„Wir wollen, dass Frauen ein volles Gehalt und damit auch eine Pension erhalten, von der sie unabhängig leben können“, betonte die Frauenministerin. Das nächste halbe Jahr werde daher ganz im Zeichen des Zurückdrängens der Teilzeit stehen .

Mautz: Frauen müssen finanziell unabhängig sein

SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Mautz betonte, dass es bei der heutigen Aktion am „Börselplatz“ darum gehe Aufmerksamkeit für das Thema und die Kampagne gegen Teilzeit schaffen: „Der Frauentag ist nach wie vor ein Kampftag. Es braucht echt Wahlfreiheit zwischen Voll- und Teilzeit.“ Und weiter: „Frauen müssen mehr im Börsel haben. Sie brauchen ein Einkommen, von dem sie selbstständig leben können, sie dürfen sich nicht in finanzielle Abhängigkeit begeben.“ Um diese Wahlfreiheit zu schaffen, brauche es, so Mautz, neben mehr Vollzeitarbeitsplätzen und einer stärkeren Väterbeteiligung auch flächendeckende Kinderbetreuungsmöglichkeiten. „Vor allem bei den unter 3-Jährigen gibt es hier noch großen Aufholbedarf“, betonte die SPÖ-Bundesfrauengeschäfsführerin.

Heinisch-Hosek und Mautz für Frauenquoten im Nationalrat

Zur Diskussion um verpflichtende Frauenquoten im österreichischen Nationalrat betonten Heinisch-Hosek und Mautz, dass sie eine diesbezügliche gesetzliche Regelung sehr begrüßen würden. „Ein Gesetz würde uns hier sehr weiterhelfen“, betonte Heinisch-Hosek, die weiter ausführte, dass „dies aber alle Fraktionen in ihren Listen festschreiben“ müssten. Es gebe, so Heinisch-Hosek, genug Frauen, die gerne in der Politik mitarbeiten würden. Man müsse sie „nur einladen in die Politik zu kommen, dann werden sie auch kommen.“

Fotos der Aktion finden Sie auf flickr.com

Rund um den Frauentag 2012 haben österreichweit Aktionen und Veranstaltungen stattgefunden. Eine Übersicht der Aktionen finden Sie hier.

Chat-Nachlese

Anlässlich des Internationalen Frauentages haben die SPÖ-Frauen zu einem Live-Chat mit Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek eingeladen. Eine Stunde lang konnten Userinnen und User online Fragen stellen und mit der Frauenministerin über aktuelle Themen diskutieren.
Den Chat können Sie unter chat.headroom.at/chatrounds/2 nachlesen.