Frauenförderpläne ins Gleichbehandlungsgesetz

„Frauen haben in der Arbeitswelt noch immer die schlechteren Karten. Diese Karten will ich jetzt neu mischen.“ (Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek)

Gerade laufen Verhandlungen zur Novellierung des Gleichbehandlungsgesetzes (zwischen den Sozialpartnern, dem BMASK und dem Frauenressort). Das Ziel der Frauenministerin bei diesen Gesprächen ist, dass wir eine wichtige Neuerung beschließen: Die Verpflichtung für Betriebe, Frauenförderpläne zu erstellen.

Es geht dabei darum, die Unternehmen stärker in die Pflicht zu nehmen. Denn es ist auch ihre Verantwortung, Frauen zu fördern. Und zwar so lange, bis es im Arbeitsleben keinen Unterschied mehr macht, ob ich eine Frau oder ein Mann bin.

Der konkrete Vorschlag:
* Ab einer bestimmten Größe, z.B. 100 MitarbeiterInnen, sollen Unternehmen im Gleichbehandlungsgesetz verpflichtet werden, einen Frauenförderplan zu erstellen.
* Dieser Plan soll aus drei Teilen bestehen: Ist-Analyse, Zielformulierung und natürlich die konkreten Maßnahmen.
* In regelmäßigen Abständen soll ein Fortschrittsbericht erstellt werden. Der Bericht soll dem Betriebsrat ausgehändigt werden – wenn kein Betriebsrat da ist, dann muss der Bericht für alle MitarbeiterInnen einsehbar aufliegen.
* Wenn ein Unternehmen keinen Bericht erstellt, kann er von den MitarbeiterInnen eingeklagt werden.

Und diese Elemente sollte ein Frauenförderplan enthalten:
* Berufseinstieg und Berufsaufstieg (z.B. Erhöhung des Anteils von Frauen in Führungspositionen, Frauen in noch untypische Berufsfelder bringen etc.)
* Qualifizierung und Weiterbildungsangebote für Frauen
* Vereinbarkeit von Beruf und Familie (z.B. welche Arbeitszeitmodelle bietet das Unternehmen an, wie sieht es mit betrieblicher Kinderbetreuung aus, wie mit Vätern in Karenz etc.)