Familienrecht; Buchtipp

Frauen-Network
19.12.2011

Binder-Maier: Nein zur Zwangsverpflichtung bei Obsorge
Forderung nach modernem Familienrecht

„Wir müssen die freiwillige gemeinsame Obsorge stärken und fördern, gemeinsame Obsorge als Regelfall – so wie das die ÖVP bezeichnet ist letztendlich nichts anderes als ein Zwang – wäre absolut kontraproduktiv und nicht im Sinne des Kindeswohls“, so SPÖ-Familiensprecherin Gabriele Binder-Maier als Reaktion auf die ÖVP-Forderung nach einer verpflichtenden gemeinsamen Obsorge im Falle einer Scheidung.

Harmonie sei innerhalb einer Familie und schon gar nicht nach einer Scheidung per Gesetz zu verordnen, stellt Binder-Maier fest. Stattdessen solle die Politik vielmehr Anreize und Möglichkeiten schaffen, damit sich die Eltern auch nach einer Trennung gemeinsam um die Kinder kümmern können, betont die Familiensprecherin. In dem Zusammenhang fordert Binder-Maier eine grundsätzliche Reform des Familienrechts. Außerdem erinnert Binder-Maier an die zahlreichen Vorschläge von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek, die allesamt zur Verbesserung der Situation von Scheidungskindern und deren Eltern dienen würden. So zum Beispiel die „Abkühlphase“, die sofortige Regelung der Besuchszeiten und die Förderung der freiwilligen gemeinsamen Obsorge. „Die Regelung der Besuchszeiten bei einvernehmlichen Scheidungen ist ein wichtiger Schritt, um den Kindern den Kontakt zu beiden Elternteilen zu ermöglichen“, betonte die SPÖ- Familiensprecherin.

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Löwelstraße 18, 1014 Wien
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