Lohnschere; Hymne; Papa-Monat

Frauen-Network
6. Dezember 2011

Heinisch-Hosek: Neueste Zahlen zur Lohnschere sind alarmierend
Maßnahmen zur Einkommenstransparenz waren überfällig
„Frauen verdienen gerade einmal 60 Prozent von dem, was Männer verdienen. Die aktuellsten Zahlen der Statistik Austria sind alarmierend“, so Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek anlässlich der Veröffentlichung der neuesten Daten zur Lohnschere in Österreich. „Sie zeigen aber auch: Die Maßnahmen für mehr Einkommenstransparenz waren überfällig und sind goldrichtig.“
Konkret liegt das Jahreseinkommen 2010 von Frauen bei 18.270 Euro, das von Männern bei 30.316 Euro. Am größten ist die Lohnschere bei ArbeiterInnen, wo Frauen gerade einmal 44 Prozent des Männereinkommens verdienen. „Einen Beitrag zu leisten, um diese Lohnschere zu verringern – das bleibt mein Ziel als Frauenministerin. Maßnahmen wie der Online-Gehaltsrechner, die Einkommensberichte für Unternehmen oder die Gehaltsangaben in Stelleninseraten sind wichtige Schritte auf dem Weg zu mehr Lohngerechtigkeit in unserem Land“, so Heinisch-Hosek.

Teilzeit erklärt 20 Prozent der Lohnschere
Ein Teil der Einkommensunterschiede ist auf die hohe Teilzeitquote bei Frauen zurückzuführen, die aktuell bei über 40 Prozent liegt. Bereinigt man die Berechnung um diesen Faktor, steigt das Jahreseinkommen der Frauen auf 81 Prozent der Männer. „Eine Teilzeitkraft bekommt für die gleiche Arbeit um bis zu 30 Prozent weniger Stundenlohn als eine Vollzeitkraft. Teilzeit ist nicht nur ein Karrierekiller, sondern erhöht das Risiko für Frauen, in die Armut abzugleiten“, so Ministerin Heinisch-Hosek. „Daher setze ich mich dafür ein, dass Unternehmen ihren Teilzeitbeschäftigten Vollzeitjobs intern anbieten, bevor sie extern ausschreiben.“

Vorbild öffentlicher Dienst
Am geringsten ist die Lohnschere im öffentlichen Dienst. Beamtinnen und weibliche Vertragsbedienstete bekommen 93 bzw. 77 Prozent des Einkommens von Beamten und männlichen Vertragsbediensteten. „Wieder einmal sind wir im öffentlichen Dienst Vorbild, wenn es um den Abbau von Benachteiligungen geht. Der Schlüssel zu diesem Erfolgsweg heißt Transparenz und Frauenförderung. Denn im Bund haben wir längst schon Einkommensberichte, Frauenquoten und eine Kultur der Gleichberechtigung“, so die Ministerin abschließend.

Mautz: Lohnschere muss endlich geschlossen werden
„Die aktuellen Zahlen der Statistik Austria zu den Lohnunterschieden in Österreich müssen allen zu denken geben. Die Daten und Fakten zeigen, dass Einkommensgerechtigkeit zwischen Frauen und Männern eine der zentralen wirtschaftspolitischen Herausforderungen ist“, so SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Mautz am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.
„Die Maßnahmen von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek für mehr Lohngerechtigkeit waren dringend notwendig. Durch die Einkommensberichte, Stelleninserate mit Gehaltsangaben und dem Gehaltsrechner ist das Thema Gehalt endlich zum Gesprächsstoff geworden“, sagte Mautz.

Wurm: Beitrag von Frauen soll auch in Bundeshymne honoriert werden
Sprache ist eine wichtige Facette für Gleichbehandlung
„Frauen sollen benannt und bei feierlichen Anlässen auch besungen werden“, betonte SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm in einer Debatte im Nationalrat über die Textänderung in der Bundeshymne am Dienstag. „Viele Frauen haben ihren Anteil dazu beigetragen, dass Österreich so dasteht, wie es dasteht, als ein Land, wo es sich gut leben lässt und wo man in vielen Bereichen zusammenhält“, sagte Wurm. Dieser Beitrag solle auch entsprechend honoriert werden.
Gleichberechtigung habe viele Facetten, betonte die SPÖ-Frauensprecherin, und auch Sprache sei eine Facette innerhalb des ganzen Bereichs der Gleichbehandlung. Daher sei es neben Maßnahmen, die in Richtung gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit gehen, „wichtig und notwendig“ auch bei der Sprache für Gleichberechtigung zu sorgen, so Wurm.

Über 150 Väter nutzten bisher Papa-Monat im Bundesdienst
Seit März 2011 können Väter im Bundesdienst einen Papa-Monat in Anspruch nehmen. Bisher nutzten 150 Väter das Angebot. Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek will den Papa-Monat auch in der Privatwirtschaft einführen.
Mit dem Papa-Monat sind Väter von Beginn an aktiv in die Kinderbetreuung eingebunden. Weiters bietet er einen Anreiz für Väterkarenz und somit für eine faire Aufteilung der unbezahlten Arbeit von Frauen und Männern.

Liebe Grüße
Elisabeth Bessert

SPÖ Bundesfrauen
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