Handels-KV; Kinderbetreuungsgeld; Weltaidstag

Frauen-Network
30.11.2011

Handels-KV – Wurm: Endlich werden Karenzzeiten angerechnet – großer Erfolg für alle im Handel tätigen Frauen
Weiterer Schritt zur Schließung der Gehaltsschere
Die in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch erzielte Einigung bei den Kollektivvertragsverhandlungen für den Handel bringt neben einer Erhöhung der Gehälter um 3,6 Prozent auch Änderungen bei der Anrechnung von Karenzzeiten für Abfertigungen und Sonderzahlungen. Für SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm „ein großer Erfolg für alle im Handel tätigen Frauen“. Denn, so Wurm am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst: „Bisher wurde die Karenzzeit – maximal zehn Monate werden angerechnet – bei Abfertigungen und Sonderzahlungen nicht berücksichtigt, und somit fielen Frauen um Gehaltssprünge um.“

Dies führte dazu, dass Frauen im Handel im Durchschnitt monatlich 50 bis 200 Euro brutto weniger verdienten als ihre männlichen Kollegen. „Es war höchst an der Zeit, dass diese Benachteiligung von 270.000 im Handel tätigen Frauen endlich der Vergangenheit angehört. Denn die Gehaltsunterschiede wirken sich auch auf die Pensionshöhe aus“, so Wurm, die das Ergebnis der KV-Verhandlungen als „weiteren wichtigen Schritt zur Schließung der Gehaltsschere“ wertet.

Binder-Maier begrüßt Änderungen bei Kinderbetreuungsgeld – Ziel bleibt höhere Väterbeteiligung
Die Änderungen im Kinderbetreuungsgeldgesetz war heute erstes Thema im Familienausschuss. Zufrieden über die Änderungen zeigte sich SPÖ-Familiensprecherin Gabriele Binder-Maier, die insbesondere Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek für ihr Engagement in Sachen höhere Väterbeteiligung dankte. „Das einkommensabhängige Kindergeld ist ein Erfolgsmodell – die Väterbeteiligung liegt bei 27 Prozent. Tendenz steigend. Und das ist gut so“, so Binder-Maier am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Allerdings gab es auch zahlreiche Beschwerden im Zusammenhang mit der Zuverdienstgrenze, wobei es auf Druck der SPÖ ab 2012 zu einer Entschärfung kommt. Die Zuverdienstgrenze beim einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeld wird vereinfacht. „Es werden ab 2012 nur noch jene Monate für den Zuverdienst berücksichtigt werden, in denen mehr als 23 Tage Kindergeld bezogen wurden“, so Binder-Maier.

Bayr zum Weltaidstag: HIV-Prävention auch hierzulande verstärken
„Frauen beugen sich noch immer viel zu leicht dem Wunsch nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr“
Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung, betont anlässlich des Weltaidstages am 1. Dezember die Notwendigkeit wirksamer Präventionsprogramme. „Weltweit sind mehr als die Hälfte aller Menschen, die mit HIV oder AIDS leben, Frauen. In Österreich ist etwa ein Drittel der Betroffenen weiblich. Selbstbestimmung ist daher auch hierzulande eine Voraussetzung, um sich vor HIV zu schützen“, so Bayr am Dienstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. „Durch ungewollten oder ungeschützten Sexualverkehr werden leider immer noch die allermeisten HIV-Infektionen verursacht. Dazu kommt noch der ungenügende Zugang zu modernen Verhütungsmitteln in den sogenannten Entwicklungsländern.“

Red Ribbon Fahnen am Rathaus – Welt-Aids-Tag am 1. Dezember
Die für Antidiskriminierung zuständige Wiener Stadträtin Sandra Frauenberger und Wiens Gesundheitsstadträtin Mag.a Sonja Wehsely brachten heute, Mittwoch, gemeinsam mit Angela Schwarz und Mag. Wolfgang Wilhelm von der Wiener Antidiskriminierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen (WASt) Red-Ribbon-Fahnen am Wiener Rathaus an. Anlass ist der bevorstehende Welt-AIDS-Tag, der jährlich am 1. Dezember begangen wird.

Die beiden Stadträtinnen setzten damit ein Zeichen der Solidarität mit von HIV und AIDS betroffenen Menschen. Frauenberger und Wehsely: „Im Kampf gegen HIV und AIDS ist weltweite Solidarität notwendig. Durch den medizinischen Fortschritt in den letzten Jahrzehnten können immer mehr Menschen mit einer HIV-Infektion leben und ihren Alltag weiterhin selbständig gestalten. In vielen Ländern ist die medizinische Versorgung allerdings nicht allen Menschen gleich zugänglich und eine HIV-Infektion bedeutet nach wie vor ein Todesurteil. Die Stadt Wien unterstützt daher unter anderem AIDS Präventions- und Aufklärungsprojekte in der Ukraine und in Ruanda.“