„Fair Play“; Selbstbestimmung; Gleichbehandlung

Frauen-Network 28.11.2011 Ministerin Heinisch-Hosek: Mobbing, sexueller Gewalt und Diskriminierung darf kein Raum geboten werden Goldenes Kreuz stellt "Fair-Play"-Betriebsvereinbarung vor "Gewalt hat viele Facetten. Es lohnt sich, sich zusammenzusetzen und einen Prozess festzulegen, wie eine Eskalation verhindert werden kann", sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek heute, Montag, bei einem Betriebsbesuch im Privatkrankenhaus "Goldenes Kreuz". Die Ministerin hat den Beginn der "16 Tage gegen Gewalt" zum Anlass genommen, um sich über die hier festgeschriebene Anti-Gewalt-Vereinbarung zwischen Dienstgeber und Betriebsrat, "Fair-Play", zu informieren. Ziel dieser Vereinbarung sei es, im Unternehmen ein Arbeitsklima sicherzustellen, in dem für Diskriminierung, Mobbing und sexuelle Belästigung kein Raum bleibe, wurde die Ministerin informiert. Mit Einrichtung einer betrieblichen Beratungsstelle, Schulungen und Unterstützung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sei, wie Geschäftsführerin Cornelia Böhm betonte, im Jahr 2009 der entscheidende Schritt gemacht worden. Als besonders wichtig habe sich herausgestellt, dass die Mitglieder des "Fair-Play-Teams" aus allen Bereichen des Unternehmens kommen und teilweise auch Migrationshintergrund haben. Das Goldene Kreuz hat rund 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, von denen 85 Prozent Frauen sind und 38 Prozent Migrationshintergrund haben. Auch unter den 25 Führungskräften des Hauses gibt es mit 72 Prozent deutlich mehr Frauen als Männer. Foto: Stephanie Strobl; BKA/HBF Königsberger-Ludwig zu "16 Tage gegen Gewalt": Ganz wichtig ist, auch Frauen mit Behinderung ihre Selbstbestimmung anzuerkennen Die SPÖ-Sprecherin für Menschen mit Behinderung, Ulrike Königsberger-Ludwig, will anlässlich der beginnenden "16 Tage gegen Gewalt" auf Gewalt gegen Frauen mit Behinderung aufmerksam machen. "Ganz wichtig ist, auch Frauen mit Behinderung ihre Selbstbestimmung anzuerkennen und ihnen zuzutrauen, dass sie wissen, was sie wollen und was sie eben nicht wollen." Königsberger-Ludwig betonte am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst, dass eine Sensibilisierung der Gesellschaft für diese Thematik nötig sei. Konkret soll das Wissen über Gewaltprävention in diversen Institutionen ausgebaut und betroffene behinderte Frauen gestärkt werden. Eine Studie könnte Aufschluss über Gewalterfahrungen von Mädchen und Frauen geben, um gezielter helfen und effektiver präventiv agieren zu können, so Königsberger-Ludwig. Häufig werde behinderten Frauen und Mädchen jegliche Sexualität abgesprochen. Auch sei eine selbstbestimmte Sexualität aufgrund der Rahmenbedingungen oft nicht möglich. "Diese Lebensbedingungen machen es oft schwierig, sexuelle Gewalt als solche zu erkennen und zurückzuweisen", sagte Königsberger-Ludwig. Wurm/Königsberger-Ludwig: Voller Erfolg für SPÖ – Diskriminierende Bestimmungen für Eintritt in den Polizeidienst sind Geschichte Bisheriges Höchstalter und Mindestgröße sind in Zukunft keine Kriterien mehr Nach der berechtigten Kritik an den Kriterien für den Eintritt von Frauen und Männern in den Exekutivdienst hat sich die SPÖ nun durchgesetzt. "Die bisherigen Bestimmungen, wonach eine Frau mindestens 1,63 m, ein Mann mindestens 1,68 m groß sein musste und beide nicht älter als 30 Jahre alt sein durften, um in den Polizeidienst einzutreten, werden gestrichen", freuen sich SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm und SPÖ-Bereichsprecherin für Menschen mit Behinderung Ulrike Königsberger-Ludwig anlässlich des Beschlusses zur Änderung des Beamtendienstrechts. "Die bisherigen Kriterien waren weder sinnvoll noch zeitgemäß", so die beiden Abgeordneten am Samstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.