Kinderbetreuung; Kindergeld; Preisverleihung

Frauen-Network
21.11.2011

Mautz zur Kinderbetreuung: Von Sachleistungen profitieren alle Eltern und Kinder
Steuerliche Absetzbarkeit kommt nur einem Teil der Bevölkerung zugute

Positiv äußerte sich heute, Montag, SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Mautz zum Vorschlag von Staatssekretär Andreas Schieder, die Absetzbarkeit der Kinderbetreuung zu überdenken. „Eltern können nur dann Job und Familie vereinbaren, wenn es ausreichend Kinderbetreuungsplätze gibt“, sagte Mautz.

„Mit Sachleistungen ist den Familien mehr geholfen. Von der Absetzbarkeit der Kinderbetreuung haben nicht alle etwas, vom Gratiskindergarten und einem flächendeckenden Angebot schon“, so Mautz. „Wir wissen aus Studien, dass gute Kinderbetreuung sowohl für die Kinder als auch für die work-life-balance der Eltern enorm wichtig ist. Auch für die Gleichstellung der Frauen und Männer ist der Ausbau der Kinderbetreuung zentral“, sagte Mautz.

Wurm und Binder-Maier: Väterbeteiligung stark gestiegen –
SPÖ setzt sich für weitere Verbesserungen beim Kindergeld ein
„Das einkommensabhängige Kindergeld ist ein Erfolgsmodell. Laut einer Statistik des Familienministeriums vom September 2011 gibt es bei diesem Modell eine Väterbeteiligung in der Höhe von 27 Prozent“, so SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm und SPÖ-Familiensprecherin Gabriele Binder-Maier. Verständnis zeigen Wurm und Binder-Maier aber an der Kritik der Arbeiterkammer im heutigen Ö1-Morgenjournal, dass es nach wie vor Probleme bei der Kurzvariante mit der Zuverdienstgrenze gebe, da diese nur 374 Euro pro Monat betrage: In jenen Monaten, in denen mehr als 16 Tage Kindergeld bezogen wurde und in denen man in den Beruf ein- oder aussteigt, wird das Einkommen wie ein Zuverdienst gerechnet.
Ab 2012 kommt es auf Druck der SPÖ zu einer Entschärfung, indem nur jene Monate für den Zuverdienst berücksichtigt werden, in denen mehr als 23 Tage Kindergeld bezogen wurden. „Das ist erfreulich, wir arbeiten aber weiter an einer grundsätzlichen Lösung, so dass es zu Verbesserungen für die Bezieherinnen und Bezieher kommt“, sagt Wurm.
Binder-Maier weist darauf hin, dass die SPÖ schon einen Monat nach Einführung des Kindergeldes auf Beobachtungen und Beschwerden, mit denen die Arbeiterkammer durch die Eltern konfrontiert wurde, aufmerksam gemacht habe. Familienminister Mitterlehner müsse sich diesen annehmen. „Denn wir wollen, dass sich die Väterbeteiligung weiter erhöht. Wenn es jetzt aber zu Rückforderungen an die Eltern kommt, könnte dies kontraproduktiv sein“, betont Binder-Maier.
„Auf Drängen der SPÖ wird es bereits im Jänner des kommenden Jahres Sozialpartnergespräche über die Behebung von kleineren ‚Baustellen‘ im Kinderbetreuungsgeld geben. Wir werden uns für die Lösung des Problems einsetzen“, versichern die beiden SPÖ-Abgeordneten.

Echte Männer gehen in Karenz
Viele Väter überlegen ernsthaft in Karenz zu gehen – manche tun es schon, viele zögern aber noch. Um ihnen Mut zu machen, hat Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek letztes Jahr eine Kampagne unter dem Titel „Echte Männer gehen in Karenz“ gestartet, die gestern zum zweiten Mal mit einem Werbepreis gekrönt wurde. Gemeinsam mit den Werbern von LOWE GGK und der Filmfirma Sabotage Film konnte sie die ORF-Werbetrommel für den besten Spot mit sozialem Anliegen entgegennehmen.

Hier geht es noch einmal zum Spot:
www.youtube.com/v/vGXFnJMgQW4&feature=player_embedded