Journalistinnenkongress; Schönheitsoperationen; Familienpolitik

Frauen-Network
9.11.2011

Heinisch-Hosek: „Austausch zwischen Politik und Medien soll Mut zur Veränderung geben“
Frauenministerin eröffnete den 13. Journalistinnen-Kongress in Wien

„Der Journalistinnen-Kongress findet heuer zum 13. Mal statt: Das ist eine sehr beachtliche Zahl an Zusammenkünften, die Frauen auf den Weg gebracht haben“, sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek heute in ihrer Begrüßungsrede beim 13. Journalistinnen-Kongress im Wiener Haus der Industrie. „Frauen haben ihren Platz im Journalismus erobert. Vor rund 20 Jahren gab es nicht einmal halb so viele. Nur leider sind noch immer nicht viele davon in Führungspositionen vorgerückt. Frauen sind in den Chefredaktionen rar“, sagte Heinisch-Hosek.

Seit dem vergangenen Jahr seien einige politische und gesetzliche Maßnahmen in Richtung Gleichstellung getroffen worden, so die Frauenministerin. Unter anderem wurde die Frauenquote im ORF durchgesetzt, die Transparenz der Einkommen in großen Unternehmen vorangetrieben und die freiwillige Quote bei Führungspositionen in Staatsbetrieben festgelegt. „Oft werden aber die Talente in den eigenen Reihen nicht gesehen. Dann wird den Frauen vorgeworfen, sie hätten zu wenig Selbstvertrauen. Aber es geht auch darum, wie sehr ich mich willkommen fühle, wie den Frauen signalisiert wird: Ja, du bist eingeladen, dich für höhere Positionen zu bewerben.“

Mautz: Risiken von Schönheitsoperationen dürfen nicht verharmlost werden
„Schönheitsoperationen stellen ein großes Risiko dar. Oft kämpfen die Betroffenen ein Leben lang mit den Folgen einer solchen Operation. Strengere Regeln bei Schönheitsoperationen und vor allem auch ein verbesserter Schutz von Jugendlichen sind daher sehr wichtig“, meinte SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Mautz heute zu den Plänen von Gesundheitsminister Alois Stöger. „Die PatientInnen werden immer jünger. Leider werden die gesundheitlichen Risiken durch die Werbung verharmlost. Hier müssen wir mit Aufklärung und Beratung entgegenwirken“, so Mautz.

Oberhauser begrüßt strengere Regeln für Schönheits-OPs
Neues Gesetz wichtig für Jugendschutz – Berufsbezeichnung „Schönheits-Chirurg“ wird genau definiert

SPÖ-Gesundheitssprecherin Sabine Oberhauser begrüßt die Einführung strengerer Richtlinien für Schönheits-Operationen. Ein entsprechender Gesetzesentwurf liegt bereits vor und geht noch heuer in Begutachtung. „Kernstück des Gesetzes ist der bessere Schutz für Minderjährige, die sich einer Schönheits-OP unterziehen wollen. Umfassende Aufklärung und verpflichtende psychologische Beratung für 14- bis 18-Jährige sollen dazu beitragen, das ‚Geschäft mit der Schönheit‘ mit Jugendlichen zu erschweren“, sagte Oberhauser am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Unterstützend werden auch Werbungen und Gewinnspiele für Schönheits-OPs verboten.

Binder-Maier ortet Handlungsbedarf bei Familienpolitik
In vielen Bereichen Initiative des Familienministers gefragt

Auf zahlreiche offene Punkte im Bereich der Familienpolitik wies SPÖ-Familiensprecherin Gabriele Binder-Maier am Mittwoch im Rahmen der Beratungen zum Budget 2012 für Familie und Jugend hin. „Ich möchte hier den Papamonat und die Väterkarenz nennen. Auch das Bundes-Kinder- und Jugendhilfegesetz steht zur Novellierung an, ein österreichweit einheitliches Jugendschutzgesetz wäre vonnöten. Handlungsbedarf sehe ich auch im Bereich der Elternbildung – insgesamt gibt es also eine breite Palette von Handlungsfeldern, wo eine verstärkte Initiative des Familien- und Jugendministers gefragt ist“, stellte Binder-Maier fest.