Fortpflanzungsmedizin; Chat

Frauen-Network
04.11.2011

Heinisch-Hosek: Bei Fortpflanzungsmedizin dürfen wir keine Zeit verlieren
Frauenministerin will mehr Tempo in der politischen Debatte

Für Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek ist das gestrige EGMR-Urteil „kein Grund zu warten. Die politische Debatte zum Einsatz der Fortpflanzungsmedizin in Österreich muss weitergehen, und zwar rasch.“ Das Urteil würde nur besagen, dass die Gesetzgebung aus dem Jahr 1999 nicht menschenrechtswidrig sei. Der EGMR stelle auch klar, dass sich Staaten genau anschauen sollten, ob ihre Gesetzgebung noch zeitgemäß sei. „Genau darum geht es mir, diese Diskussion sollten wir jetzt führen“, so Heinisch-Hosek.

„Mein Ziel ist und bleibt es, dass österreichische Paare ihren Kinderwunsch erfüllen können – und zwar ohne, dass sie dafür ins Ausland reisen müssen. Denn immer mehr Familien bekommen erst später Kinder und brauchen daher die Möglichkeiten der Fortpflanzungsmedizin. Sie ihnen vorzuenthalten und damit zu verhindern, dass ein lange gehegter Kinderwunsch Realität wird – das ist für mich der falsche Weg“, betont die Frauenministerin.

„Wir sollten Hürden beseitigen und nicht neue aufstellen. Ein modernes Familienrecht gibt zeitgemäße Antworten auf gesellschaftliche Fragen“, unterstreicht Heinisch-Hosek. Der konservative Ansatz, nämlich die sinkende Geburtenrate zu beklagen, ohne Mittel und Wege zuzulassen, die hier gegensteuern, sei der falsche Weg.

Montag: Live-Chat mit SWV-Präsidenten Christoph Matznetter

www.lohngerechtigkeit.at
Montag, 7. November 2011
von 14:00 bis 15:00 Uhr

Wir freuen uns auf eine spannende Diskussion!

Fragen können bereits jetzt gestellt werden: http://www.lohngerechtigkeit.at/chats/6