Enquete; Lohngerechtigkeit; Chat-Nachlese

Frauen-Network 7. Oktober 2011 Heinisch-Hosek: "Wir müssen uns die Frage stellen, wie Arbeit fairer verteilt werden kann" Frauenministerin eröffnet Frauenenquete ARBEIT.NEU.DENKEN im Schloss Laudon "Das Bedürfnis nach inhaltlicher Auseinandersetzung rund um das Thema Arbeit ist groß. Deshalb freut es mich, dass wir uns heute der Arbeitswelt von Frauen mit all ihren Facetten widmen werden", sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek heute bei der Eröffnung der Frauenenquete ARBEIT.NEU.DENKEN im Schloss Laudon in Wien. In den meisten Fällen gehe die Initiative für frauenpolitische Veranstaltungen vom Bundesministerium für Frauen aus, diesmal sei der Anstoß von der Plattform 20000frauen gekommen. "Die heutige Enquete sehe ich als einen Beginn. Ich möchte den Diskurs über Frauenthemen weiterführen und institutionalisieren", sagte Heinisch-Hosek. Unter der früheren Frauenministerin Johanna Dohnal habe es immer wieder Frauenenqueten zu den unterschiedlichsten Themenbereichen gegeben. "Diesen offenen Dialog möchte ich hiermit wieder aufgreifen, damit Frauen aus möglichst vielen Bereichen sich regelmäßig über frauenpolitische Fragen austauschen können." Lohngerechtigkeit für Frauen: Faires Gehalt einfordern! Medienaktion der SPÖ Frauen gemeinsam mit Frauenministerin Heinisch-Hosek, Frauenstadträtin Frauenberger, uvm. Frauen verdienen im Schnitt um ein Viertel weniger als Männer, und auch wenn man alle weiteren strukturellen Bedingungen ausschließt, bleibt eine Benachteiligung von rund 12-15 Prozent, die sich alleine auf das Geschlecht bezieht. Daher sei es umso wichtiger, jedes Jahr "vehement auf den Equal Pay Day aufmerksam zu machen!", betonte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek bei einer großen Straßenaktion für mehr Lohngerechtigkeit gemeinsam mit der Wiener Frauenstadträtin Sandra Frauenberger, NAbg. Angela Lueger, der Frauensekretärin der Wiener SPÖ, LAbg. Nicole Berger-Krotsch, SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Mautz, LAbg. Katharina Schinner sowie zahlreichen Vertreterinnen der Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkerschafterinnen Wiens und des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Wiens. In Gesprächen mit PassantInnen wurde darauf aufmerksam gemacht, dass es auch darum gehe, Frauen Mut zu machen, sich sehr genau anzusehen, wie viel sie wirklich verdienen. In diesem Zusammenhang verwies die Frauenministerin auf den erst kürzlich präsentierten Gehaltsrechner. Unter www.gehaltsrechner.gv.at konnten bereits rund 130.000 Überprüfungen der durchschnittlichen Richtwerte für Löhne und Gehälter gezählt werden. "Damit kommt endlich Licht ins Dunkel um die Geheimnisse rund um Gehälter!", so Heinisch-Hosek.Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Wiens. SPÖ-Frauen Kärnten riefen am Equal Pay Day auf ein Zeichen zu setzen und die Arbeit für fünf Minuten ruhen zu lassen "Wir Frauen müssen zusammenhalten! Am Kärntner Equal Pay Day rufe ich alle Frauen auf gegen die Ungerechtigkeit von ungleichen Löhnen ein Zeichen zu setzen und für fünf Minuten ihre Arbeit niederzulegen", ließ Kärntens SPÖ-Frauenchefin BRin Ana Blatnik am Mittwoch bei einer Pressekonferenz mit FSG-Vorsitzender Sonja Rauter, SPÖ-LGF Daniel Fellner und SWV-Vizepräsident Hugo Rom aufhorchen. Grund dafür ist der Gehaltsunterschied zwischen Männern und Frauen. "Auf Grund der Differenz von 23,8 Prozent arbeiten Frauen in Kärnten ab morgen umsonst. Dieser Missstand muss ausgeräumt werden", so Blatnik, die auch eine Verteilaktion in der Klagenfurter Kramergasse durchführte. Gründe dafür sind Teilzeitbeschäftigung, zu wenig Kinderbetreuungsplätze und das nicht Einhalten von Kollektivlöhnen. "Wenn man sich vor Augen hält, dass derzeit in Kärnten nur 203 Männer in Karenz sind, aber 7052 Frauen, spricht das Bände", so Blatnik weiter. Chat-Nachlese mit Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek Am Mittwoch fand der zweite Live Chat auf http://www.lohngerechtigkeit.at statt. Eine Stunde lang konnten die Userinnen und User live mit Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek diskutieren. Die Chat-Nachlese findet ihr/finden Sie unter http://www.lohngerechtigke​it.at/chats/2