Lohngerechtigkeit.at; Live-Chat Nachlese

Frauen-Network
29.09.2011

Heinisch-Hosek: Die Website www.lohngerechtigkeit.at gibt Infos und soll Frauen Mut machen
Matznetter – ungerechte Bezahlung hat auch für die Unternehmen negative Folgen

Am 4. Oktober ist der bundesweite Equal Pay Day. Bis zu diesem Tag verdienen Frauen und Männer gleich viel – danach arbeiten Frauen statistisch gesehen gratis. Lohngerechtigkeit war daher das Thema, dem sich SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende und Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek, der Präsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbands (SWV) und SPÖ-Wirtschaftssprecher Christoph Matznetter sowie die Vorsitzende der Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafterinnen (FSG Frauen), Elisabeth Vondrasek am Donnerstag in einem Pressegespräch widmeten.

„Für uns Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten gehört zum Thema Verteilungsgerechtigkeit auch das Thema Lohngerechtigkeit“, sagte Heinisch-Hosek. Die von den drei sozialdemokratischen Institutionen SPÖ Frauen, FSG Frauen und SWV getragene Homepage www.lohngerechtigkeit.at gibt Infos „und soll Frauen Mut machen“, sagte Heinisch-Hosek. Ein positives Resümee zog die Frauenministerin in Sachen Gehaltstransparenz und Einkommensberichte. Alle Betriebe, die seit Juli Einkommensberichte legen müssen, wurden vom Frauenministerium angeschrieben. Die Hälfte hat darauf freiwillig reagiert und erklärt, dass die Berichte nicht nur erfolgt sind, sondern auch bereits an die Betriebsräte weitergeleitet wurden und einige haben betont im Falle nicht erklärbarer Lohnunterschiede, an der Behebung dieser zu arbeiten. „Das heißt, das ist ein Instrument, das greift“, betonte Heinisch-Hosek.

Christoph Matznetter machte klar, dass ungerechte Bezahlung auch einen negativen wirtschaftlichen Effekt hat, nämlich den von demotivierten Mitarbeiterinnen und damit eine geringere Wirtschaftsleistung. „Es geht hier um Artefakte einer rein männlichen Gesellschaft, die immer noch fortlebt, obwohl wir eine formelle Gleichstellung schon länger erreicht haben“, bemerkte Matznetter.

Elisabeth Vondrasek betonte, dass man derzeit ganz massiv dabei sei die Kollektiverträge nach Frauenbenachteiligung zu durchforsten. „Manchmal ist das nicht absichtlich in den Köpfen – da muss man darauf aufmerksam machen und den Fokus darauf legen, diese Punke extra zu verhandeln.“ Auch spezielle „Lohnaufholrunden“ kann sich Vondrasek gut vorstellen. Besonders problematisch sei der Niedriglohnbereich. Da sei noch einiges zu verhandeln, „damit die Frauen ein Einkommen erhalten, von dem sie leben können“.

Live-Chat Nachlese mit Ingrid Moritz

Heute gab es auf www.lohngerechtigkeit.at einen Live-Chat mit Mag.a Ingrid Moritz, Leiterin der Abteilung Frauen und Familie in der Arbeiterkammer.

Wir möchten uns bei all jenen, die mitdiskutiert haben, für die rege Teilnahme und die vielen verschiedenen Fragen bedanken!
Herzlichen Dank auch an Ingrid Moritz!

Den Chat könnt ihr nachlesen auf http://www.lohngerechtigkeit.at/chats/1

Die nächste Chatrunde findet am 05. Oktober von 09.30-10.30 Uhr statt. Diskutieren Sie live mit Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek!

Liebe Grüße
Elisabeth Bessert

SPÖ Bundesfrauen
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1014 Wien
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