Equal Pay Day Oberösterreich; Gewaltschutz

Frauen-Network
19. September 2011

Heinisch-Hosek: Frauenministerin beim Filmbrunch der SPÖ Frauen OÖ zum Equal Pay Day
„Schluss mit der ungleichen Bezahlung!“ – Frauen in OÖ arbeiten 104 Tage im Jahr gratis
Am Equal Pay Day machen die SPÖ Frauen auf die unterschiedlichen Gehälter von Frauen und Männern in Österreich aufmerksam und fordern mehr Lohngerechtigkeit. In Oberösterreich ist der Equal Pay Day 2011 heuer der 19. September: Ab diesem Tag arbeiten – statistisch gesehen – die Frauen 104 Tage lang gratis! Das heißt, Männer haben dann bereits jenes Einkommen erreicht, für das Frauen noch bis zum Jahresende arbeiten müssen. „Unser Ziel ist es, über die vielfältigen Ursachen aufzuklären und Maßnahmen zur Überwindung von ungleicher Bezahlung anzustoßen“, erklärt Landesfrauenvorsitzende NRin Sonja Ablinger.

Über 100 Frauen nützten beim Filmbrunch, zu dem SPÖ Frauen und FSG Frauen OÖ anlässlich des Equal Pay Day ins moviemento-Kino im Offenen Kulturhaus in Linz luden, um mit Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek genau darüber zu diskutieren. Der Filmbrunch war der Auftakt zu einer Reihe von Veranstaltungen, die im Rahmen des Frauensalons der SPÖ Frauen OÖ künftig in allen Bezirken stattfinden sollen – zu Themen, die Frauen bewegen. Im Anschluss an den Brunch wurde der Film „We want sex!“ gezeigt – ein humorvoller Streifen über die Rebellinnen der Ford-Fabrik, die sich 1968 das Recht erkämpften, entlohnt zu werden wie ihre männlichen Kollegen.

Hoch motiviertes Team sichert Qualität bei medizinischer Versorgung und Pflege im AKH
Im Anschluß an den Filmbrunch besuchte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek das Allgemeine Krankenhaus der Stadt Linz.

Gefragt nach allfälligen Gehaltsunterschieden von Frauen und Männern im Hinblick auf den heutigen Equal Pay Day in Oberösterreich, erklärten die SPÖ-Gesundheitssprecherin im oö. Landtag, Oberärztin Dr.in Julia Röper-Kelmayr und Betriebsratsvorsitzender Branko Novakovic, dass im AKH Frauen und Männer nach den gleichen Tarifen entlohnt würden. 75 Prozent der MitarbeiterInnen sind weiblich und auch bei den TurnusärztInnen sind mehr als die Hälfte Frauen.

Angesichts des steigenden Drucks im Gesundheits- und Pflegebereich sind sich Geschäftsführung und Betriebsrat des AKH einig, wie wichtig es ist, permanent an einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu arbeiten. Arbeitsprozesse werden hinterfragt bzw. optimiert und Unklarheiten beim Personal, wie sie etwa im Zuge der oö. Spitalreform auftreten, werden offen angesprochen, um Verunsicherungen erst gar nicht aufkommen zu lassen. Nur mit einem motivierten Team an ÄrztInnen und Pflegepersonal können die Herausforderungen im Spitalsbereich bewältigt werden, ist man überzeugt.

Heinisch-Hosek: 15 Jahre Gewaltschutzgesetz ist eine Erfolgsgeschichte
Gewaltprävention weiter ausbauen – Gewaltopfern flächendeckend Schutz gewähren
In den letzten 15 Jahren, seit dem Beschluss des Gewaltschutzgesetzes, ist viel im Kampf gegen Gewalt passiert, betonte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek am Montag bei der Veranstaltung „15 Jahre Gewaltschutzgesetz und Gewaltschutzarbeit in Österreich“, zu der Nationalratspräsidentin Barbara Prammer ins Parlament lud. Jetzt müsse weiter an Gewaltprävention und flächendeckender Beratung gearbeitet werden. „Es ist egal, wo eine Frau lebt, sie muss zu einer Stelle kommen können, wenn sie Hilfe braucht“, bekräftigte Heinisch-Hosek.

Weltweit kommen noch immer mehr Frauen zwischen 16 und 45 Jahren durch Gewalt im sozialen Nahbereich ums Leben als durch Terrorismus und Kriege. „In diesem Bereich, glauben Frauen und Kinder oftmals, dass sie sich in einem geborgenen Raum befinden“, unterstrich Heinisch-Hosek. In Österreich nahm man vor 15 Jahren mit dem Gewaltschutzgesetz eine Vorreiterrolle ein. Zum ersten Mal mussten nicht Frauen die Flucht ergreifen, sondern konnten Täter weggewiesen werden. Seither sind viele Länder diesem Vorbild gefolgt.

Diskutieren Sie mit uns!
www.lohngerechtigkeit.at
Liebe Grüße
Elisabeth Bessert

SPÖ Bundesfrauen
Löwelstrasse 18
1014 Wien
Tel.: +43 (01) 53 427-270
e-Mail: frauen@nullspoe.at
www.frauen.spoe.at

Zum Abmelden klicken Sie bitte hier: :
http://newsletter3.spoe.at/box.php?funcml=unsub2&nl=currentnl&mi=currentmesg&email=subscriberemail