Gabriele Heinisch-Hosek: „20 Jahre Engagement gegen Diskriminierung“

Die Bundesministerin gratulierte der Gleichbehandlungsanwaltschaft zum 20-jährigen Jubiläum

„Wenn wir an die Anfänge der Gleichbehandlungsanwaltschaft zurückdenken, so war das eine Zeit, in der Frauen sogar der Zugang zu bestimmten Berufen, etwa zur Pilotin, verwehrt war. 20 Jahre später sind die Diskriminierungen zwar nicht mehr so offenkundig, doch diffus vorhanden sind sie nach wie vor“, sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek gestern, Montagabend, bei der Feier der Gleichbehandlungsanwaltschaft im Wiener Stadtsaal. „Wir wissen, dass Gleichbehandlung eine Voraussetzung für eine gerechte Gesellschaft ist und wir wissen, dass es bis zur tatsächlichen Gleichstellung noch ein langer Weg, ja ein steiniger Weg sein wird.“

„Der Schlüsselfaktor ist die Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt. Denn es geht darum, dass Frauen ein wirtschaftlich unabhängiges Leben führen können“, so die Frauenministerin. Mit der diesjährigen Novelle des Gleichbehandlungsgesetzes, das es seit 1979 in Österreich gibt, seien hierfür weitere wichtige Schritte gesetzt worden. „Zum ersten Mal sind nun Unternehmen gesetzlich verpflichtet, Einkommensberichte zu erstellen. Betriebe müssen sich mit den Lohn-Unterschieden beschäftigen. Und den Betriebsräten und Betriebsrätinnen wird ein starkes Instrument in die Hand gegeben, um mit den Unternehmensleitungen die Gehaltsstrukturen zu analysieren und ungerechtfertigte Unterschiede zu beseitigen.“ Auch für Stelleninserate gebe es neue Vorschriften, der Kollektivvertragslohn und mögliche Überzahlungen müssen genannt werden, damit auch Frauen die Chance hä tten, ihren gerechten Lohn zu fordern.