Selbstbestimmung; Verhütung

Frauen-Network
3. August 2011

Heinisch-Hosek: Frauen haben ein Recht auf Selbstbestimmung über ihren Körper
Frauenministerin unterstützt den Stöger-Vorstoß in allen Regionen Österreichs Schwangerschaftsabbrüche anzubieten

„Frauen haben ein Recht auf Selbstbestimmung über ihren Körper und sollen nicht durch fehlende medizinische Einrichtungen daran gehindert werden. Darum sollte es auch in allen Regionen möglich sein,Schwangerschaftsabbrüche vorzunehmen“, sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek zum Vorstoß von Gesundheitsminister Alois Stöger.

„Ich unterstütze die Forderung, dass es auch in Westösterreich öffentliche Spitäler geben soll, die Abbrüche durchführen. Denn nur so ist gewährleistet, dass alle Frauen, die in Österreich leben, den selben Zugang zu medizinischer Versorgung haben“, meinte die Ministerin weiter.
„Damit zeigt sich für mich ein weiteres Mal, dass Gesundheitsminister Alois Stöger die Anliegen der Frauen besonders Ernst nimmt und Politik in unserem Sinne macht“, so Heinisch-Hosek abschließend.

Bayr zu gescheiterter WHO-Studie zur „Pille für den Mann“: Hoffe, dass mit neuerlicher WHO-Studie begonnen wird
ExpertInnen sehen nach wie vor große Chancen für Antibaby-Spritze für den Mann

Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, bedauert, dass die Weltgesundheitsorganisation WHO eine Studie zur Antibaby-Spritze für den Mann vorzeitig abbrechen musste. „Ich hoffe, dass die WHO bald mit einer neuen Studie beginnt, zumal Experten betonen, dass man am Erfolg näher sei als manche glauben“, sagte Bayr am Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Auch wenn Kondome grundsätzlich zu befürworten seien, da sie auch vor Geschlechtskrankheiten schützen, wäre ein weiteres Verhütungsmittel für den Mann zu begrüßen: „Das ist sowohl eine frauenpolitische Frage, da die Gesamtlast der Verhütung zumeist immer noch den Frauen aufgebürdet wird, als auch eine entwicklungspolitische, da jedes zusätzlich zur Wahl stehende Verhütungsmittel die Chancen erhöht, gezielte Familienplanung zu betreiben.“ Bayr betonte auch, dass um eine ungewollte Schwangerschaft sicher zu vermeiden, jedenfalls zusätzlich zum Kondom ein weiteres Verhütungsmittel angewandt werden müsse.