Schutzzonen; Einkommen, Frauenförderung

29. Juli 2011

Heinisch-Hosek: Einrichtung von Schutzzonen vor Schwangerschaftsabbruch-Zentren

Für Schutzzonen vor Schwangerschaftsabbruch-Zentren hat sich gestern Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek erneut ausgesprochen. „Der Schutz der Frauen vor Übergriffen hat für mich oberste Priorität. Frauen haben ein Recht auf Selbstbestimmung über ihren Körper. Die Staffreihheit des Schwangerschaftsabbruchs ist ein Ausdruck davon und darf nicht in Frage gestellt werden.“ so Heinisch-Hosek.

Die Frauenministerin befürwortet eine bundesweite Regelung. „Effektiv wäre die Einrichtung von Schutzzonen, ähnlich wie vor Schulen. Ich kann mir aber auch eine punktuelle Einschränkung des Versammlungsverbotes vorstellen, um die Gesundheit und Privatsphäre von betroffenen Frauen zu schützen. Dieses Verbot würde etwa rund um Ambulatorien und ÄrztInnenordinationen gelten, ähnlich wie es auch rund um Schulen bestimmte Verbote gibt.“ so Heinisch-Hosek.

Einkommenstransparenz umsetzen

Seit März 2011 sind Unternehmen mit über 1.000 MitarbeiterInnen dazu verpflichtet, einen Einkommensbericht zu erstellen. Zum Teil sind die österreichischen Unternehmen dieser Verpflichtung bereits nachgekommen, andere müssen diese Berichte noch legen. Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek appelliert nun mit einem Brief an die rund 200 Unternehmen in Österreich, die über 1.000 MitarbeiterInnen haben, ihre Verpflichtung zur Einkommenstransparenz zu erfüllen. Heinisch-Hosek wird bis Herbst die Umsetzung weiter beobachten. Falls notwendig, will die Frauenministerin auch Sanktionen einfordern.

Fortschrittsbericht zur Frauenförderung im Bundesdienst – jeder fünfte Spitzenjob mit einer Frau besetzt

In der zweiten Führungsebene schon ein Drittel aller Jobs weiblich – Vorbild für Privatwirtschaft

Mit dem Beschluss des Fortschrittsberichts zur Frauenförderung im Bundesdienst zeigen wir, dass jeder fünfte Spitzenjob im Öffentlichen Dienst mit einer Frau besetzt ist“, sagte die Ministerin für Frauen und Öffentlichen Dienst Gabriele Heinisch-Hosek anlässlich des Ministerrats am Dienstag.

„Der Öffentliche Dienst wird auch in den kommenden Jahren immer besser werden, denn ein Drittel aller Jobs in der zweiten Führungsebene ist bereits heute mit Frauen besetzt. Es mangelt uns also nicht an weiblichen Nachwuchskräften, die in den nächsten Jahren in die Top-Positionen aufsteigen können“, meinte die Ministerin.