Bundeshymne – Wurm: Hoffe, dass 1.1.2012 bereits Bundeshymne mit neuem Text angestimmt wird

Sprache ist ein Herrschaftsinstrument und die Bundeshymne von großer Symbolkraft

In einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Frauensprecherin der ÖVP, Dorothea Schittenhelm und der grünen Frauensprecherin Judith Schwentner, nahm SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm am Mittwoch Stellung zum Drei-Parteien-Antrag auf Abänderung der Bundeshymne. Ziel ist es, nicht nur die „Söhne“ zu nennen, sondern auch die „Töchter“, „die ja die Mehrheit sind und daher vorangestellt werden sollten“, wie Wurm betonte. Geht es nach dem Fahrplan der drei Frauensprecherinnen, wird am 21. September die erste Lesung stattfinden und im Oktober soll der Antrag im Verfassungsausschuss behandelt werden. „Und ich hoffe, dass bereits am 1.1.2012 die Bundeshymne in ihrer neuen, zeitgemäßen Form gesungen wird“, sagte Wurm. Zustimmende Aussagen zu einer Abänderung der Bundeshymne kamen auch von der BZÖ-Frauensprecherin Martina Schenk.

Die SPÖ-Frauensprecherin erklärte, dass die Notwendigkeit der Abänderung der Bundeshymne dadurch gegeben sei, dass Sprache ein Herrschaftsinstrument ist und Bewusstsein schafft und die Bundeshymne große Symbolkraft besitzt. Als Vorsitzende des Gleichbehandlungsausschusses betonte Wurm, dass sie erfreut sei, dass es mit dem Drei-Parteien-Antrag gelungen ist, nach der gemeinsamen Frauen-Enquete die Zusammenarbeit der Frauensprecherinnen zu vertiefen. In diesem Zusammenhang kündigte Wurm auch eine parteienübergreifende gemeinsame Aktion zum 15-jährigen Bestehen des Gewaltschutzgesetzes am 19. September an. „Es ist gelungen, durch gute Zusammenarbeit Vertrauen unter den Frauensprecherinnen zu schaffen. So kommt man zu Einigungen und zu positiven Ergebnissen.“

Wurm zeigte sich überzeugt, dass diese „wichtige Nebensache“, die Änderung der Bundeshymne, zu einem positiven Abschluss kommen werde und hofft auf eine fruchtbare Diskussion, damit es im Herbst zu einem einheitlichen Abstimmungsverhalten im Sinne einer Abänderung, die sowohl die Beteiligung der Frauen als auch der Männer spiegelt, kommt.