Gendern; Engagement; Quoten

Frauen-Network
17. Juni 2011

Heinisch-Hosek: Österreich hat weltweit erstes Office-Tool für geschlechtergerechte Sprache
Bundeskanzleramt und Frauenministerin präsentieren eine von Microsoft entwickelte Technologie zur Unterstützung gendergerechter Sprache
„Verändern durch Gendern heißt es ab sofort im Bundeskanzleramt, denn mit der neuen Funktion fürs Texten im Office haben wir das weltweit erste derartige Tool zur Unterstützung geschlechtergerechter Sprache“, sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek heute bei der Präsentation des neues Office-Tools im Rahmen eines Pressegesprächs in Wien. Das Bundeskanzleramt und die Frauenministerin wollen mit der von Microsoft entwickelten Technologie die Verwendung einer geschlechtergerechten Sprache in der österreichischen Verwaltung unterstützen.
„In meiner Doppelfunktion als Ministerin für den öffentlichen Dienst und als Frauenministerin freue ich mich besonders über dieses Instrument, das für eine moderne Verwaltung ein wichtiges Signal setzt. Immer noch ist unsere Sprache männlich geprägt und verstärkt damit alte Rollenbilder. Als zentrales Kommunikationsmittel sollte sie jedoch die Realität widerspiegeln. Daher brauchen wir endlich eine Ausdrucksweise, die nicht so tut, als ob es nur Männer in der Welt gäbe“, betonte Heinisch-Hosek. Im Nationalen Aktionsplan zur Gleichstellung habe sich die Regierung das Ziel gesetzt, geschlechtssensiblen Sprachgebrauch voranzutreiben. „Ich bin stolz, dass wir heute unter dieses Vorhaben ein Hakerl setzen können“, so die Frauenministerin.
Petra Jenner, Geschäftsführerin von Microsoft Österreich, erläuterte die neue Funktion im MS Office Word, die als Open-Source-Software in Form eines fertigen Installationspaketes wie auch in Form eines kompilierbaren Codes über http://gendering.codeplex.com unter einer kostenfreien Lizenz zur Verfügung stehen wird.

Binder-Maier: Freiwilliges Engagement sichert Lebensqualität in Österreich
Die Arbeit von Freiwilligen leistet einen wesentlichen Beitrag zum Funktionieren unseres Alltags, Freiwilligenorganisationen sind wesentlicher Bestandteil unserer Gesellschaft. Das betonte SPÖ-Familiensprecherin Gabriele Binder-Maier anlässlich des heutigen „Tages der Freiwilligen“ gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. „Rund drei Millionen Freiwillige engagieren sich Tag für Tag neben ihrem Beruf für den sozialen Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. Dafür gebührt ihnen Dank und Anerkennung“, so Binder-Maier.
Binder-Maier betonte die große Bedeutung von Freiwilligenorganisationen beispielsweise in der außerschulischen Kinderarbeit, der Betreuung und Beratung von Frauen und Familien und bei den Blaulichtorganisationen. „In diesen Organisationen wird tagtäglich Solidarität und das Miteinander gelebt. Der hohe Stellenwert des freiwilligen Engagements in Österreich sichert auch die hohe Lebensqualität in diesem Land“, so Binder-Maier abschließend.

Heinisch-Hosek: Frauenquoten – Bei Nichterfüllung der Vorgaben gesetzliche Konsequenzen überlegen
Einiges erreicht aber noch weit entfernt von Gleichstellung
Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek diskutierte Donnerstagabend mit Judith Havasi, Vorstandsmitglied der Wiener Städtischen und Silvia Hruska-Frank von der AK Wien im Republikanischen Club über die Chancen von Frauen in der Wirtschaft. Es sei schon vieles geschehen, jedoch sei noch ein weiter Weg zu gehen, um eine Gleichstellung von Frauen zu erreichen. Und das nicht nur in Gehaltsfragen, sondern auch in Sachen Besetzung von Führungspositionen in Unternehmen. Bei der Frauenquote in staatsnahen Betrieben müsse man dann gesetzliche Konsequenzen andenken, wenn 2018 die Vorgaben nicht erfüllt werden.*
Im Rahmen der Diskussionsveranstaltung des Republikanischen Clubs verwies Heinisch-Hosek auf erste Erfolge in Sachen Frauenquote. „Erste Schritte wurden bereits getan. Wir haben einen selbstverpflichtende Quotenregelung für staatsnahe Betriebe beschlossen, die vorsieht, dass es bis 2013 25 Prozent und bis 2018 35 Prozent Frauen in Aufsichtsräten geben muss“, so die Frauenministerin. Würden die staatsnahen Unternehmen diese Vorgabe nicht erfüllen, so müsse man Konsequenzen überlegen. Das weibliche Element in der Führungsetage sei aber gerade für Unternehmen von Vorteil, denn „Betriebe die zwei oder mehr Frauen im Vorstand haben, lieferten laut Studien eine um bis zu 26 Prozent bessere Performance ab“, gab Heinisch-Hosek zu bedenken.

Liebe Grüße
Elisabeth Bessert

SPÖ Bundesfrauen
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