Genderbudgeting; Welthurentag; Empowerment; Johanna-Dohnal-Preis

Frauen-Network
03.06.2011

SPÖ-Sportkonferenz – Heinisch-Hosek: Genderbudgeting auch bei Sportförderungen
Familien, Bildungseinrichtungen und Vereine als Vorbilder und Vermittler

Nachdem die Themenfelder „Schule in Bewegung“ und „Kinder-Bewegung und Gesundheit“ breit und intensiv im Rahmen der SPÖ-Sportkonferenz im Parlament diskutiert wurde, leitete die Autorin und Journalistin Eva Maria Bachinger mit ihrer Buchpräsentation „Die besten Bergsteigerinnen der Welt“ den Frauenschwerpunkt der Sportkonferenz ein. Bachinger erläuterte dabei die noch immer vorhandenen Vorurteile gegenüber Frauen im Alpinismus und die Schattenseiten des Profisports. Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek eröffnete die anschließende Podiumsdiskussion zur Rolle der Frauen im Sport mit Petra Huber, Sportmanagerin, Claudia Lösch, erfolgreiche Sportlerin im Austria Ski Team Behindertensport und Christian Hinterberger, ASKÖ-Vizepräsident. Heinisch-Hosek betonte in ihrem Eröffnungsstatement die Bedeutung des Sports und die Notwendigkeit, auch in diesem gesellschaftspolitischen Bereich einen Frauenschwerpunkt zu setzen. „Es ist wichtig, nach dem die Sportgeschichte vorwiegend männlich ist, alles dran zu setzen diese umzuschreiben“, sagte Heinisch-Hosek.

Daher seien vor allem die politischen Rahmenbedingungen wichtig. In diesem Zusammenhang verwies Heinisch-Hosek auf den Nationalen Aktionsplan für Bewegung. „Dabei spielen Eltern, Bildungseinrichtungen und Vereine eine wichtige Rolle“, so Heinisch-Hosek, die besonders den Gesundheitsaspekt hervorhob.

Welthurentag – Mautz fordert soziale und rechtliche Absicherung für freiwillige Sexarbeiterinnen
Welthurentag am 2. Juni soll Situation von Sexworkern thematisieren

Anlässlich des Internationalen Welthurentages, an dem die schlechte Situation von Sexworkern thematisiert werden soll, fordert SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Mautz bessere Absicherung für legale Sexarbeiterinnen. „Freiwillige Sexarbeiterinnen sollen sozial und rechtlich besser abgesichert werden. Sie haben derzeit viele Pflichten, aber wenige Rechte“, kritisiert Mautz am Donnerstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Verträge, die sexuelle Dienstleistungen gegen Entgelt zum Inhalt haben, sind laut einem OGH-Urteil sittenwidrig. „Eine zentrale Forderung ist die Aufhebung der Sittenwidrigkeit. Sexarbeiterinnen könnten dann Dienstverhältnisse eingehen und als selbständig Tätige auch ihren Lohn einklagen“, erklärt Mautz.

Der Welthurentag am 2. Juni ist ein inoffizieller Gedenktag, der von Sexworkern und deren Organisationen begründet und ausgerufen wurde. Sie wollen dadurch auf ihre schlechte Situation in Sachen Arbeitsrecht und soziale Absicherung hinweisen.

Frauenberger: „Empowerment von Migrantinnen vorantreiben“
Basisbildungskurs „Frauen College“ als Brücke zur dauerhaften Integration in den Arbeitsmarkt

Integrationsstadträtin Sandra Frauenberger will das Empowerment von Migrantinnen weiter gezielt vorantreiben. Neben „Mama lernt Deutsch“ hat Wien mit dem Projekt „Frauen College“ daher ein weiteren wichtigen Meilenstein auf diesem Weg gesetzt. Die Initiative wurde von Interface Wien entwickelt und wird von der MA 17 – Integration und Diversität gefördert. Zielgruppe sind Frauen, die bereits das Niveau A2 in Deutsch etwa durch Besuch von „Mama lernt Deutsch-Kursen“ erreicht haben, aber nur über geringe formale Schulbildung verfügen. Der Besuch des „Frauen College“ schafft die Grundlage für den Einstieg in weitere Ausbildungen oder in einen Beruf.

Frauenberger: „Als Frauen- und Integrationsstadträtin ist mein Ziel, dass alle Frauen in Wien unabhängig von ihrer Herkunft selbstbestimmt, unabhängig und sicher leben können. Dafür braucht es aber punktgenaue Angebote, wie wir sie beispielsweise mit dem „Frauen College“ zur Verfügung stellen. Denn nicht jede Frau hatte das Glück, in der Jugend eine gute Schulbildung zu erwerben. Der Mut und die Entschlossenheit dieser Frauen, als Erwachsene die Schulbank zu drücken kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden.“

Verleihung: Johanna-Dohnal-Preis an junge Wissenschafterinnen

Heinisch-Hosek: „Ihr seid Vorbilder für andere junge Frauen“

„Noch immer haben junge Frauen in technischen Berufen noch nicht so Fuß gefasst, wie wir uns das wünschen würden. Wir wollen daher die fünf Preisträgerinnen vor den Vorhang holen, denn sie sind Vorbild auch für andere junge Frauen“, sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek in ihrer Begrüßungsrede anlässlich der Verleihung des Johanna-Dohnal-Förderpreises 2011 im Bundeskanzleramt in Wien. Die Förderpreise wurden an Christina Keinert, Alexandra Kolodziejcyk, Sushila Mesquita und Veronika Schwediauer verliehen, Stefanie Wuschitz erhielt das mit 7.000 Euro dotierte Stipendium. Universitäts-Professorin Marion Elias freute sich in ihrer Laudatio mit den Preisträgerinnen.

Der Johanna-Dohnal-Preis wird seit 2004 an junge Wissenschafterinnen vergeben, die entweder in für Frauen untypischen Bereichen forschen oder an feministischen Themen arbeiten. Die Idee dazu stammt von Nationalratspräsidentin Barbara Prammer, die der ersten Frauenministerin Österreichs, Johanna Dohnal, zum Geburtstag ein „nachhaltiges Geschenk“ machen wollte. Jahr für Jahr werden seither für den Förderpreis Patinnen und Paten gefunden, die junge aufstrebende Frauen im Sinne von Johanna Dohnal unterstützen sollen.

Liebe Grüße,

Katharina Kubicek

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