Alleinerziehende; Kultur

Frauen-Network
1. Juni 2011

Heinisch-Hosek: „Wir brauchen eine moderne Familienpolitik für Alleinerziehende“
Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek und Sozialminister Rudolf Hundstorfer präsentieren Studie „Alleinerziehende in Österreich“

Frauenministerin „Es ist höchste Zeit, dass wir uns der großen Gruppe der Alleinerziehenden in Österreich verstärkt widmen. Die heute vorgestellte Studie ist dabei ein wichtiger Baustein. Gleichzeitig müssen wir auch die nächsten, konkreten Umsetzungsschritte planen“,sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek im Rahmen der heutigen Studienpräsentation „Alleinerziehende in Österreich – Lebensbedingungen und Armutsrisiken“ im Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz in Wien. Gemeinsam mit Sozialminister Rudolf Hundstorfer nahm sie zu den Ergebnissen der Untersuchung über die Situation alleinerziehender Mütter und Väter in Österreich Stellung, die anlässlich des Europäischen Jahres zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung 2010 in Auftrag gegeben worden war.

„In unserem Land sind 106.000 Frauen mit Kindern unter 15 Jahren Alleinerzieherinnen, also jede achte Frau mit Betreuungspflichten für Kinder in diesem Alter. Allen gemeinsam ist eine hohe Mehrfachbelastung, um alles unter einen Hut zu bekommen“, so Heinisch-Hosek zu den vorliegenden Zahlen. Die Untersuchung basiert auf Daten der Statistik Austria sowie auf Interviews mit Betroffenen und ExpertInnen. Ulrike Zartler und Martina Beham stellten die Hauptergebnisse vor, die gemeinsam von den Instituten für Soziologie der Universitäten Wien und Linz erarbeitet wurden. Demnach sind 14 Prozent aller Familien mit Kindern im Vorschul- und Pflichtschulalter Ein-Eltern-Familien, 92 Prozent davon sind Familien alleinerziehender Mütter. Viele dieser Mütter arbeiten Teilzeit, die Armutsgefährdung alleinerziehender Frauen ist überdurchschnittlich hoch.

Ablinger: Österreichische Theater fest in Männerhand
SPÖ-Kultursprecherin kritisiert „Frauenausschluss“ am Burgtheater

Anlässlich des 100. Internationalen Frauentages in diesem Jahr hat SPÖ-Kultursprecherin und SPÖ-Frauenvorsitzende in Oberösterreich Sonja Ablinger einen Blick darauf geworfen, wie viele Frauen als Leiterinnen, Autorinnen oder Regisseurinnen an deutschsprachigen Theatern tätig sind. „Fazit: Die Theater werden fast ausschließlich von Männern bespielt – Autorinnen und Regisseurinnen lässt man(n) auf deutschsprachigen Bühnen nur selten Erfolge feiern“, so Ablinger, die darauf hinwies, dass es eine höhere Anzahl von Autorinnen und Regisseurinnen am Schauspielhaus Zürich oder Köln gebe, die beide von Frauen geleitet werden. „An der Qualifikation liegt es jedenfalls nicht, denn das Geschlechterverhältnis bei den Absolvierenden des Reinhardt Seminars ist beispielsweise ausgeglichen“, so Ablinger am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Besonders auffällig sei, dass das „Flaggschiff“ der österreichischen Theaterszene, das Burgtheater, bei sieben Premieren im Haupthaussowohl in der Saison 2010/11 als auch 2011/12 keine einzige Autorin und keine einzige Regisseurin aufweise, kritisierte Ablinger.

„Eine hundertprozentige Männerquote entspricht meiner Auffassung nach auch nicht dem kulturpolitischen Auftrag der Bundestheater. Als ‚innovativ‘ und ‚pluralistisch‘, wie im Bundestheaterorganisationsgesetz gefordert, kann ein Theaterprogramm nur bedingt bezeichnet werden, wenn es Frauen gänzlich von Regie und Autorenschaft ausschließt“. Auch bei den 13 Stücken im Repertoire finden sich lediglich eine Autorin und eine Regisseurin.

Liebe Grüße

Elisabeth Bessert

SPÖ Bundesfrauen
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