Fragestunde; Frauengesundheitsbericht

Frauen-Network
17. Mai 2011

Heinisch-Hosek: Einkommenstransparenz ist Meilenstein zu mehr Einkommensgerechtigkeit
Anstoßfinanzierung für Kinderbetreuung „so schnell wie möglich fortsetzen“
Bei der Fragestunde heute, Dienstag, im Nationalrat betonte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek, dass die gesetzliche Verankerung der Einkommenstransparenz ein Meilenstein zu mehr Einkommensgerechtigkeit ist. Und um die Einkommensschere zwischen Männern und Frauen weiter zu schließen, muss es bei Stelleninseraten ab sofort den Hinweis auf den Kollektivvertrag und mögliche Überzahlung geben. Zudem solle es ab Herbst einen Gehaltsrechner geben, der Frauen darüber informiert, was sie in einem bestimmten Job verdienen können. Außerdem müsse dafür gesorgt werden, dass mehr Frauen Vollzeit arbeiten, sagte die Ministerin. Die Frauenministerin bekräftigte zudem, dass die Anstoßfinanzierung des Bundes für den Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen „so schnell wie möglich fortgesetzt“ werden soll – möglichst noch heuer im Sommer. Klar sei aber: “ Das muss mit dem Koalitionspartner gemeinsam verhandelt werden.“

Wirtschaft kann nicht auf Potential gut ausgebildeter Frauen verzichten
Die Wirtschaft wird es sich nicht leisten können, auf das Potential gut ausgebildeter Frauen zu verzichten.“ Das bekräftigte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek am Dienstag bei einer Fragestunde im Nationalrat. Thema war die Gleichstellung von Frauen und Männern im Berufsleben, konkret die Erhöhung der Frauenquote in Führungspositionen.

Der Bund hat sich eine Selbstverpflichtung für höhere Frauenquoten in den Aufsichtsräten staatsnaher Unternehmen auferlegt. Heinisch-Hosek erläuterte: „Der entsprechende Stufenplan sieht vor, dass bis 2013 25 Prozent der Führungspositionen in staatsnahen Unternehmen mit Frauen besetzt sein sollen, bis 2018 sollen es 35 Prozent sein.“ Über den Fortschritt werde jährlich ein Bericht vorgelegt. Sollte sich eine Stagnation abzeichnen, werde die Ministerin „für Tempo sorgen“. Um Frauen in Führungspositionen zu fördern und zu motivieren, habe sie außerdem unter www.frauenfuehren.at eine Homepage eingerichtet, die alle Netzwerke für Frauen zusammenfasst.

Frauengesundheitsbericht für Wurm wichtiges Nachschlagewerk mit Handlungsanleitungen
„Lehrstuhl für Gendermedizin großer Fortschritt“

Als „wichtiges Nachschlagewerk mit Handlungsanleitungen“ bezeichnete SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm am Dienstag im Nationalrat den Dritten Frauengesundheitsbericht. Ein wichtiger Schritt, um die Unterschiede zwischen Mann und Frau im Gesundheitsbereich zu untersuchen, sei auch der im Jahr 2010 an der Universität Wien eingerichtete Lehrstuhl für Gendermedizin. „Ein großer Fortschritt für mehr Gesundheit der Frauen in unserem Land“, so Wurm.

Oberhauser: Frauengesundheitsbericht liefert wichtige Datengrundlagen
Mammographie – Flächendeckendes Screening mit Qualitätssicherung
Der Österreichische Frauengesundheitsbericht 2010/11 liefert wichtige Datengrundlagen für die zukünftige Gesundheitsversorgung und -vorsorge. Das betonte heute, Dienstag, SPÖ-Gesundheitssprecherin Sabine Oberhauser im Parlament. In der Frage des nationalen Mammographie-Screening-Programms verwahrte sich Oberhauser gegen „bewusste Fehlinformation von Frauen“. Fakt sei, dass es ein flächendeckendes Screening mit Qualitätssicherung in standardisierten Zentren geben wird. „Ich bin überzeugt, dass die Patientinnen mit dem Screening-Programm, das Gesundheitsminister Alois Stöger macht, sehr zufrieden sein werden“, sagte die SPÖ-Gesundheitssprecherin.

Liebe Grüße

Elisabeth Bessert

SPÖ Bundesfrauen
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