Kongress; Gleichstellung; Pflegefonds

Frauen-Network
17. März 2011

Heinisch-Hosek: „Jede Frau hat ein Recht auf Bildung“
Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek eröffnet den internationalen Frauengipfel „WIENERIN Summit 2011“

„Der Weg zur Gleichstellung von Männern und Frauen ist noch lange nicht zu Ende. Ein wesentlicher Schlüssel dabei ist der Zugang von Mädchen und Frauen zu Bildung und die Möglichkeit, das Erlernte auch anzuwenden“, sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek heute in ihrer Eröffnungsrede anlässlich des internationalen Frauengipfels „WIENERIN Summit 2011“ in der Wiener Hofburg. Die Zeitschrift „WIENERIN“ hatte zu einem Kongress mit internationalen Expertinnen und Experten eingeladen, um neue Impulse zum Thema „Frauenbildung für eine bessere Welt“ zu geben.

„Bildung ist ein Garant für das Wohlergehen einer Gesellschaft. Frauenbildung lohnt sich doppelt, denn als Multiplikatorinnen geben Frauen ihr Wissen an ihre Kinder und die Gesellschaft insgesamt weiter“, sagte die Frauenministerin, die auch als Schirmherrin der Veranstaltung fungiert. Bildung sei wesentlich, um sein Leben selbstbestimmt gestalten zu können und Armut zu überwinden. „Sein erworbenes Wissen anwenden zu können, ist letztlich auch ein Garant für eine funktionierende Demokratie“, so Heinisch-Hosek. Bei den jüngsten Umbrüchen in Ägypten hätten Frauen sich maßgeblich beteiligt. Jetzt müsse dafür Sorge getragen werden, dass sie auch in der künftigen Gestaltung des Landes gleichberechtigt mitentscheiden können.

Wurm zu Gleichbehandlungsbericht: Mehr Frauen im Bundesdienst

Im Gleichbehandlungsausschuss im Parlament standen am Mittwoch unter anderem der Gleichbehandlungsbericht des Bundes 2010 und der Gleichbehandlungsbericht für die Privatwirtschaft auf der Tagesordnung. Erstmals werden im vorliegenden Bericht die Einkommensdifferenzen zwischen Frauen und Männer im Bundesdienst ausgewiesen und auch das Verhältnis von Frauen und Männeranteil in den höchsten besoldungsrechtlichen Einstufungen wurde genauer durchleuchtet. „Der Frauenanteil im Bundesdienst ist leicht angestiegen, das ist gut so, wie überhaupt in den einzelnen Berufsgruppen der Trend in Richtung höherer Frauenanteile geht“, so SPÖ-Frauen- und Gleichbehandlungssprecherin Gisela Wurm, die gleichzeitig die Arbeit der Gleichbehandlungsanwaltschaft würdigte.
Lag der Frauenanteil im Bundesdienst 2007 noch bei 39 Prozent, stieg er 2009 leicht auf 39,8 Prozent an. Der Forderung nach Frauenförderplänen in den einzelnen Ministerien wurde in unterschiedlicher Qualität nachgegangen. „Hier gibt es eine Reihe von best practise Beispielen wie etwa Monitoring-Programme“, so Wurm, die in diesem Zusammenhang noch Verbesserungspotential sieht, am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

Heinisch-Hosek: Vom Pflegefonds werden Frauen dreifach profitieren

„Die Pflege ist weiblich: Mehr Frauen sind zu pflegen, Frauen pflegen Angehörige viel häufiger als Männer und stellen auch den Großteil des Pflegepersonals. Ich begrüße daher die Einführung des Pflegefonds ausdrücklich, denn er wird die Situation von Frauen in der Pflege nachhaltig verbessern“, so Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek am Mittwoch. Die optimale und individuelle Betreuung für Pflegebedürftige durch mobile Dienste, Pflegeheime oder Tageszentren sei mit der Schaffung des Fonds nachhaltig abgesichert. Ein Case- und Caremanagement helfe zudem bei der Auswahl der Pflegeleistung.

Liebe Grüße
Elisabeth Bessert

SPÖ Bundesfrauen
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