Frauenquote für staatsnahe Unternehmen

Heinisch-Hosek zu Frauenquote für staatsnahe Unternehmen: „Erster wichtiger Schritt“

„Die Bundesregierung geht mit gutem Beispiel voran und verpflichtet sich mit heutigem Tag zu Frauenquoten in
Aufsichtsräten staatsnaher Unternehmen“, sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek am Dienstag vor dem Ministerrat. Gemeinsam mit Wirtschaftsminister Mitterlehner präsentierte sie die diesbezügliche Einigung. „Heute wurde eine Tür aufgestoßen“, betonte Heinisch-Hosek, dass die Frauenquote in staatsnahen Unternehmen „ein erster wichtiger Schritt“ sei, aber noch lange nicht das Ende des Weges.

Die Regelung gilt für die Aufsichtsräte jener Unternehmen, an denen der Staat mit mindestens 50 Prozent beteiligt ist. Zuerst sollen bis 2013 25 Prozent und dann bis 2018 35 Prozent der Aufsichtsratsmitglieder Frauen sein. Betroffen sind 55 Unternehmen, 44 davon sind zu 100 Prozent im Staatseigentum (etwa Nationalbank, Bundesrechenzentrum, Bundesforste, BIG, Bundesfinanzierungsagentur etc.). Jährlich wird es einen Bericht über den Fortschritt der Umsetzung geben. Sollte bis 2018 der 35-Prozent-Anteil an Frauen nicht erreicht worden sein, werden weitere gesetzliche Maßnahmen eingeleitet.

Mautz zu Frauenquoten: Die erste Türe ist offen

„Mit der heutigen Einigung beim Thema Frauenquote für Aufsichtsräte staatsnaher Unternehmen ist ein wichtiger Schritt in Richtung gleiche Chancen für Frauen und Männer gelungen“, sagte heute SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Mautz gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. „Das ist ein guter Anfang und den Frauen in Österreich bieten sich dadurch neue Möglichkeiten. Die erste Tür ist offen und kann auch nicht mehr zugemacht werden“, so Mautz.

Studien zeigen, dass es für die Wirtschaft eines Landes sehr gut ist, wenn das Potential der Frauen genutzt wird. Frauen sind so gut ausgebildet wie nie zuvor. Sie müssen endlich die Chance bekommen, ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. „Quote bedeutet Qualität. Mit Quoten können verkrustete Strukturen und Netzwerke aufgebrochen werden und neue Ideen in die Führungsetagen Einzug halten. Damit werden Chancen für Frauen geschaffen“, so Mautz.

„Österreich soll endlich wieder zu den fortschrittlichen Ländern in Europa zählen. Ich freue mich sehr, dass mit der heutigen Einigung ein wichtiger Schritt für die Frauen gelungen ist“, so Mautz.