Frauenquote

Frauen-Network
15. März 2011

Heinisch-Hosek: Bundesregierung verordnet sich Frauenquote für Aufsichtsräte staatsnaher Unternehmen

„Heute wurde eine Tür aufgestoßen. Die Bundesregierung geht mit gutem Beispiel voran und verordnet sich eine Frauenquote für die Aufsichtsräte staatsnaher Unternehmen. Das ist ein erster wichtiger Schritt, aber noch lange nicht das Ende des Weges.“ (Gabriele Heinisch-Hosek)

Heute wurde im Ministerrat eine Frauenquote für die Aufsichtsräte staatsnaher Unternehmen beschlossen. Der Bund geht damit mit gutem Beispiel voran und steckt sich ganz konkrete Ziele für die Umsetzung:

* Zuerst sollen bis ins Jahr 2013 25 Prozent und dann bis ins Jahr 2018 35 Prozent der Aufsichtsratsmitglieder Frauen sein.

* Dieser Quotenstufenplan gilt für die Aufsichtsräte der Unternehmen, an denen der Staat mit mindestens 50 Prozent beteiligt ist.

* Betroffen davon sind 55 Unternehmen. 44 dieser Betriebe sind sogar zu 100 Prozent im Staatseigentum (etwa Nationalbank, Bundesrechenzentrum, Bundesforste, BIG, Bundesfinanzierungsagentur, etc.).

* Es wird einen jährlichen Bericht über den Fortschritt der Umsetzung geben.

* Sollte bis 2018 der 35-Prozent-Anteil an Frauen nicht erreicht worden sein, ist im Ministerratsvortrag verankert, dass weitere gesetzliche Maßnahmen eingeleitet werden.

Wurm: Bund geht vorbildhaft voran – Frauenquote in staatsnahen Unternehmen kommt!
SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm gratuliert Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek, der heute eine Einigung mit Wirtschaftsminister Mitterlehner auf Frauenquoten in Aufsichtsräten staatsnaher Unternehmen gelungen ist. „Damit geht der Bund beispielhaft voran und es wird ein dringend notwendiger Schritt gesetzt, um mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen. Denn wir haben in den Aufsichtsräten börsennotierter Unternehmen noch immer eine Männerquote von 90 Prozent“, so Wurm.

Mautz zu Frauenquoten: Die erste Türe ist offen
Wichtiger Schritt für mehr Frauen in Führungspositionen
„Mit der heutigen Einigung beim Thema Frauenquote für Aufsichtsräte staatsnaher Unternehmen ist ein wichtiger Schritt in Richtung gleiche Chancen für Frauen und Männer gelungen“, sagte heute SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Mautz gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. „Das ist ein guter Anfang und den Frauen in Österreich bieten sich dadurch neue Möglichkeiten. Die erste Tür ist offen und kann auch nicht mehr zugemacht werden“, so Mautz.

Liebe Grüße
Elisabeth Bessert

SPÖ Bundesfrauen
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